Räuberteller und Kindergerichte

Mehr als Pommes und Räuberteller: 7 Ideen für Kindergerichte

Die Kinderkarte sieht in vielen Restaurants immer noch recht ideenlos aus: Pommes, Chicken Nuggets, Nudeln mit Tomatensauce. Dabei lieben viele Kinder es, Speisen zu entdecken und Neues auszuprobieren – man muss sie „nur“ dazu motivieren. Hier kommen 7 Ideen für besseres Kinderessen.  
 

1. Kinder selbst fragen, was sie mögen  


Das liegt nahe, doch nur wenige Restaurants tun es – Kinder selbst fragen. Zum Beispiel mit einem Blatt Papier, auf dem nur eine oder zwei Fragen stehen: Was isst du bei uns am liebsten bzw. was würdest du bei uns am liebsten zu essen bekommen? Die Antworten können die Kids schriftlich formulieren, die Kleineren malen sie mit Stiften. Neben „Klassikern“ wie Pommes oder Pasta wird diese Umfrage auch spannende neue Ergebnisse hervorbringen und neue Ideen in die Küche bringen. Einfach mal ausprobieren!  

 

 Kindergerichte und Räuberteller: Das können Gastronomen verbessern.

2. „Räuberteller 2.0“  


Der gute alte Räuberteller – an ihm scheiden sich die Gastronomen-Geister. Auf der einen Seite ist er die einfachste Art und Weise, sich auf Kinder einzustellen, indem man sie einfach bei den Großen mitessen lässt. Auf der anderen Seite wird mit ihm kein Geld verdient. Und für einen leeren Teller eine Gebühr zu verlangen, wie es manchmal passiert, ist uncharmant. Cleverer ist es, ihn attraktiv anzupreisen, zum Beispiel mit kindergerechter Garnitur versehen, inklusive einer kleinen Überraschung oder in Kombination mit einem Kids-Getränk. Dafür kann dann natürlich auch ein angemessener Preis erhoben werden.  
 

3. Bestimmte Speisen aus der Karte für Kids empfehlen


Wer über einen längeren Zeitraum beobachtet, welche Speisen des Restaurants von Kindern gerne gegessen werden, kann dies für Empfehlungen nutzen. So, wie in Karten an manchen Speisen „Spezialität des Hauses“ oder „unser Top-Seller“ vermerkt wird – eine klassische Marketingmaßnahme –, kann dann z.B. „Favorit unserer kleinen Gäste!“ oder Ähnliches an diesen Positionen stehen. Das schafft Orientierung und gibt Hilfestellung für Eltern und Kinder.  
 

4. Speisen mit schönen Fotos präsentieren und schmackhaft machen


Generell spricht gar nichts gegen eine eigene Kinderkarte. Nur sollte sie kindergerecht gestaltet sein – und das auch im optischen Sinne. Zum Beispiel könnten die Speisen mit schönen, Appetit anregenden Fotos oder auch coolen Illustrationen präsentiert werden – und auf einmal sieht auch ein gesundes Gemüsegericht richtig attraktiv aus. So eine Karte kann analog sein, aber auch eine digitale Speisekarte für Kids ist denkbar – und hat ein zusätzliches spielerisches Element.   
 

 

5. Mit Kindern kochen  


Kochkurse für Kinder bieten derzeit vor allem Hotelrestaurants an – damit die Kleinen etwas zu tun und die Großen Zeit für sich haben. Aber auch ganz normale Restaurants können mit Kochkursen punkten und das gleich doppelt: Es ist erstens ein interessantes Zusatzgeschäft, z.B. für die Kids von Stammgästen, das die Bindung stärkt. Und es bietet zweitens die Möglichkeit, direkt in Kontakt mit den kleinen Gästen zu treten. So lässt sich ungefiltert in Erfahrung bringen, was kleine Gäste wünschen und mögen, wie sie Lebensmittel wahrnehmen. Sie erleben „live“ einen wichtigen handwerklichen Beruf und lernen von den Profis, woher ihr Essen kommt, wie es entsteht und zubereitet wird. Und vielleicht entstehen dabei gemeinsam Ideen für neue Speisen!

 

Darf man für einen Räuberteller Geld verlangen?

 

6. Speisen zum Teilen sind per se kinderfreundlich  


Sharing-Konzepte und Speisen zum Teilen – es wird gemeinsam bestellt, alles kommt in die Mitte und wird zusammen genossen – werden in Deutschland immer beliebter und haben in vielen Ländern schon lange Tradition. Sie sind kommunikativ wie ein großes Familienessen und sie kommen dem Wunsch vieler Gäste entgegen, möglichst viel auf einmal probieren zu können. Gleichzeitig verringert diese Vielheit auch die Enttäuschung, wenn einem Gast etwas nicht so gut schmeckt und er das Gefühl hat, die falsche Wahl getroffen zu haben. All das kommt auch den Bedürfnissen von Kindern entgegen: Sie können viel probieren und entdecken, und schmeckt etwas mal nicht – kein Problem, es gibt ja noch so viel anderes!  

 

 
7. Kids-Klassiker frisch zubereiten  


Hausgemachte Fischstäbchen, frische Nudeln mit Tomatensauce nach Hausrezept oder Pommes aus Gemüse wie Kohlrabi oder Zucchini: Wer frisch kocht und gute Zutaten verwendet, hebt auch die ewigen Kids-Klassiker auf ein neues Level. Und wetten: Das wird den allermeisten von ihnen richtig gut schmecken. 

 


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