Petersilie kaufen

Petersilie ist eine Vitamin-C-Bombe und auch so sehr lecker.



Petersilie

  • Petersilie: Das Kraut der Sieger

    Das zweijährige Kraut Petersilie gehört zu der Familie der Doldenblütler. Es kommt wild, vor allem im Mittelmeerraum und auf den Kanarischen Inseln vor. Innerhalb der Doldenblütler-Gewächse gibt es bis zu 434 Gattungen. Die Petersilie gehört zur Gattung der Petroselinum und wird in zwei Unterarten differenziert: der Blatt- und der Wurzelpetersilie. Zur Blattpetersilie zählen unter anderen die Krause- und Glatte Petersilie. Seit wie vielen Jahren sie genau verwendet wird, ist unbekannt. Erstmals erwähnt wurde sie allerdings in mykenisch-griechischen Schriften, die zwischen dem 16. und 11. Jahrhundert vor Christus entstanden sein müssen. Im antiken Griechenland galt Petersilie als heilig und wurde den Siegern von Wettkämpfen als Kranz verliehen. Auch im berühmten Epos ‚Odyssee’ des Dichters Homer wurde Petersilie als Schmuck der Insel von der Nymphe Kalypso beschrieben. Im Mittelalter wurde allerdings auch befürchtet, Petersilie könnte Unglück bringen. Ihre lange Keimzeit wurde mit mehreren Reisen zur Hölle und zurück begründet.

  • Ein Kraut mit vielen Talenten

    Seit der Antike wird Petersilie auch als Mittel gegen Nieren- und Blasenleiden beschrieben. Im Mittelalter galt diese Vermutung in Mitteleuropa ebenfalls. Zunächst wurde das Kraut nur als Heilpflanze in Klöstern angebaut. Später wurde es auch in der Küche genutzt. Aufgrund der ätherischen Öle und Mineralstoffe, wie Kalium, Eisen und Zink und sekundären Pflanzenstoffen soll Petersilie bei zahlreichen Beschwerden wirksam sein und gilt allgemein als sehr gesund. Die Pflanze hat ebenso eine hohe Konzentration an Vitamin C und enthält in geringeren Dosen auch die Vitamine A und E.  Es soll harntreibend, antimikrobiell, entwässernd und blutreinigend wirken. Das ätherische Öl in Petersilie soll eine Reizwirkung auf die Nieren ausüben, wodurch sich der starke Harndrang erklären lässt. Bei einer zu hohen Dosis kann Petersilie allerdings Muskelkontraktionen beim Darm, der Blase oder auch Gebärmutter hervorrufen. Schwangere sollten auf Petersilie verzichten, da es abortiv wirkt und Fehlgeburten auslösen kann. Insbesondere beim Konsum der Samen ist Vorsicht geboten. Es kann als Heilmittel in Form von Tee, als Tinktur oder frisch eingenommen werden. Für Tee und die Tinktur werden die Samen und Blätter verwendet.

  • Kein guter Nachbar im Beet

    Frische Petersilie kann man auf dem Balkon, der Fensterbank, im Garten oder im Gewächshaus anbauen . Obwohl das Kraut grundsätzlich unkompliziert ist, müssen einige Dinge beachtet werden, damit sie nicht wieder eingeht. Beispielsweise sollten nie mehrere Petersilie-Pflanzen nebeneinander gepflanzt werden. Sie verträgt sich nicht mit sich selbst. Das bedeutet, wenn zwei Pflanzen direkt nebeneinander gepflanzt werden, gehen sie zwar nicht sofort ein, allerdings werden sie sehr kümmerlich und nährstoffarm. Zudem sollte für das Kraut jedes Jahr ein neuer Platz gesucht und sie niemals längere Zeit in einem Beet gelassen werden. Das führt ansonsten dazu, dass der Boden auslaugt und sich Schädlinge ansiedeln können. Ebenso sollte abgestimmt werden, welche anderen Kräuter neben die Petersilie kommen, da es einige gibt, wie beispielsweise Schnittlauch, die das Kraut durch pflanzeneigene Säure oder andere Bodenvorlieben, eingehen lassen. Mit Zwiebeln verträgt sich Petersilie wiederum gut. Eine Voraussetzung für die Pflanzennachbarn sollte sein, dass es sich nicht um eine Doldenblütler-Art handelt.


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Gut in Klassikern und innovativen Rezepten


Heute ist Petersilie eines der beliebtesten Kräuter in Deutschland. Sie wird in der Küche in zahlreichen Rezepten als Gewürz zugegeben. Beispielsweise schmeckt Petersilie besonders gut zu herzhaften Speisen, wie Eintöpfen und Fleisch- bzw. Fischgerichten. Zu Kartoffeln, Königsgemüse, in Dips, Dressings und Salaten ist sie ebenfalls sehr schmackhaft. Dabei wird entweder frische Petersilie gehackt oder getrocknet genutzt. Für einige Rezepte wird das Kraut auch frittiert. Sie ist auch Bestandteil vom hessischen Klassiker „Frankfurter Grüne Soße“. In neueren Variationen wird Petersilie gemeinsam mit Olivenöl und Pinienkernen zu Pesto gemischt.


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Die krausen Sträußchen geben vielen Speisen das gewisse Etwas. Sie würzen Kartoffeln und Rührei und verleihen Kräuterbutter und Dips Farbe. Frittiert in heißem Öl, zeigt sich Petersilie knusprig und dekorativ.

 


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Petersilie

Geschmack und Aroma

“Frisch” ist das Wort, das fast immer im Zusammenhang mit dem Geschmack von Petersilie genannt wird. Er ist aber auch leicht pfeffrig und fast wie Anis, wenn Petersilie alleine zum Würzen verwendet wird.

Schnelle Küchentipps:

Lagerung: Lagern Sie Petersilie an einem kühlen, dunklen Ort. Kaufen Sie nur so viel, wie Sie in sechs Monaten verbrauchen können.

Portionierung: 1 Teelöffel getrocknete Petersilie = 1 Esslöffel frische Petersilie

Verwendung in der Küche:

  • Petersilie wird oft mit anderen Gewürzen verwendet, um deren Geschmack ab zu runden und zu vertiefen. Der milde, süßere Geschmack der Petersilie stört nicht das Aroma der meisten anderen Kräuter, sondern verstärkt es.
  • Geben Sie getrocknete Petersilie ganz am Ende der Zubereitung hinzu, um den besten Geschmack zu erhalten.



Passt am besten zu:

  • Fisch
  • Fleisch
  • Fonds & Soßen “die zu allem passen” - In Tomatensoßen
  • Geflügel
  • Gemüse - Als Garnierung für Kartoffelgerichte
  • Meeresfrüchte
  • Pasta
  • Pizza
  • Suppen & Eintöpfe - Als Gewürz für Fleisch- und Hühnchensuppen, sowie für Eintöpfe


Rezeptempfehlung - Kartoffelküchlein


Zutaten:

-        200 g rohe Kartoffeln

 

-        100 g gekochte Kartoffeln

 

-        60 ml Sahne

 

-        1 Ei

 

-        Salz, Pfeffer, Muskat

 

-        1 Esslöffel fein gehacktes Gemüse (Karotten, Sellerie, Lauch)

 

-         Petersilie, Schnittlauch



Zubereitung:

Reiben Sie die rohen Kartoffeln und drücken Sie die Flüssigkeit heraus. Zerdrücken Sie die gekochten Kartoffeln, mischen Sie alle Kartoffeln zusammen mit dem Ei und der Sahne.

Kneten Sie alles gut durch und würzen Sie es mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss. Zum Schluss heben Sie das gehackte Gemüse und die Kräuter unter.

Füllen Sie die Mischung in kleine Formen und backen Sie diese ca. 30 Minuten bei 150 °C. Garnieren Sie die Küchlein mit Kräutern, bevor Sie sie servieren.



Mit welchen anderen Kräutern und Gewürzen kann ich es kombinieren?

Anis, Kümmel, Kreuzkümmel, Sellerie, Koriander, Kerbel, Dill und Fenchel.

Das interaktive „Kräuterrad“

Das Kräuterrad zeigt Ihnen, welche Gewürze am besten zusammen gemischt werden können, abhängig vom Gericht, das Sie zubereiten wollen.

Sie können das “Kräuterrad” auf zweierlei Weise verwenden:

-          Wählen Sie die Kategorie des Gerichts, wie Fisch, Fleisch oder Geflügel

-          Wählen Sie die Art des Gerichts, wie „Mediterran” oder „Asiatisch“