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Zitronen kaufen

Zitronen sind heute auch in deutschen Küchen gang und gäbe. Dass sie erst nach einer langen Reise nach Europa gelangten, ist jedoch weitestgehend unbekannt.



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  • Symbole der Unsterblichkeit

    Leuchtend gelb und sauer – Zitronen galten schon innerhalb der vergangenen Jahrhunderte als wertvolle Frucht. Deswegen waren sie im 16. Jahrhundert auch bei wohlhabenden italienischen Familien sehr begehrt. Einige bekannte Familien wie die Medici besaßen zahlreiche unterschiedliche und manchmal auch kuriose Zitruspflanzen und stellten sie als Statussymbole aus. Auch in den folgenden Jahrhunderten wurden große Orangerien und Gärten mit Zitronenbäumen angelegt – auch weil die Zitronen für die Menschen im Zeitalter des Barocks die Unsterblichkeit symbolisierten. Heute werden sie besonders für ihr spritziges Aroma und den sehr hohen Vitamin-C-Gehalt geschätzt und sind ein guter Beitrag zur Ernährung. Außerhalb der Küche können sie auch als umweltfreundliches Reinigungsmittel sowie zur kosmetischen Haar- und Hautpflege verwendet werden. Da Zitronen durchschnittlich 5% Säure aufweisen, ist es möglich mit dem Zitronensaft die Haare aufzuhellen.

  • Die Reise der Zitronen

    Die Zitrone, wie wir sie heute kennen, ist weit verbreitet und leicht erhältlich. Dabei ist sie keine Wildform, sondern eine Kreuzung aus Bitterorangen und Zitronatzitronen. Entstanden ist diese Kreuzung vermutlich im Norden Indiens. Auch wenn sich der Zeitpunkt nicht mehr genau feststellen lässt, ist es aufgrund von Funden wahrscheinlich, dass die Zitrone bereits über 1000 Jahre vor Christus in China und im Mittelmeerraum bekannt war. Da die gelbe Frucht auf antiken Wandgemälden aus Pompeji zu sehen ist, wurde sie wahrscheinlich auch im römischen Reich verwendet. Obwohl der Weg der Zitronen von Südostasien nach Europa unklar ist, gehen zahlreiche Theorien davon aus, dass die Araber sie mitbrachten. Heute sind die größten Zitronen-Lieferanten Mexiko, Indien, China, Argentinien, Brasilien, die USA, Türkei und Spanien. Da sie ein warmes Klima benötigen, werden die Zitrusfrüchte in Deutschland nicht landwirtschaftlich angebaut.

  • Gelbe Vitamin-C-Bomben

    Zitronen sind besonders wegen ihres intensiven Aromas und ihrer Säure in der Küche sehr beliebt. Dabei wird hauptsächlich der Zitronensaft eingesetzt, beispielsweise in Salaten oder als Backzutat für leckere Kuchen. Der Zitronensaft und die Schale der Zitrusfrüchte tauchen in zahlreichen Rezepten als geschmacksstiftende Zutaten auf. Es ist jedoch nicht nur der Geschmack, der Zitronen so wertvoll macht, sondern auch die Nährstoffe. Zitronen halten sehr viel Vitamin C bereit. Bei durchschnittlich 51mg auf 100g der sauren Früchte decken sie mit dieser Menge bereits ca. 70% des menschlichen Tagesbedarfs an Vitamin C ab.  Zusätzlich enthalten Zitronen zahlreiche Spurenelemente wie Phosphor, Kalium, Magnesium und Calcium sowie wichtige Antioxidantien, die helfen können, freie Radikale im Körper zu binden. In der Schale stecken zudem ätherische Öle, die eine desinfizierende Wirkung haben sollen und deshalb bei Infektionen und Entzündungen hilfreich sein können. Insbesondere im Mittelalter waren die gesundheitsfördernden Effekte der Zitronen sehr gefragt, die erfolgreich gegen die Seefahrerkrankheit Skorbut eingesetzt wurden.


Zitronen sind vielseitig für Getränke und Speisen verwendbar.

Ursprünge der Mafia im Zitronengeschäft

Da im 18. Jahrhundert der Zitronenanbau in Italien – speziell in Sizilien – boomte, wurden sehr viele kostspielige Vorkehrungen getroffen, die Flächen anbautauglich zu machen: unter anderem die Einrichtung von Bewässerungssystemen und der Einsatz von Pflanzen zur Auflockerung der Erde. Diese Maßnahmen trieben die Zitronen-Preise im Inland in die Höhe. Um ihre Zitronen-Plantagen gegen Überfälle zu sichern, trieben bessergestellte Familien Schutzgelder bei den kleinen Bauern ein. Aus dieser Praxis soll sich die heutige sizilianische Mafia entwickelt haben.


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Zitrone

Das Sinnbild für die saure Frucht schlechthin: Neben dem Saft der Zitrone findet oft auch die Schale als aromatisierende Zutat beim Kochen und Backen Verwendung, denn sie enthält die meisten ätherischen Öle. Wird die Schale mitgenutzt, sollte sie unbehandelt sein.

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