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Corona-Hilfsmaßnahmen: Kredite und Zuschüsse

Kredite und Zuschüsse

Die Bundesregierung und die Regierungen der Bundesländer haben umfangreiche Kredit- und Hilfsprogramme ins Leben gerufen, die Unternehmen in der Coronakrise unterstützen sollen. Bei der Vielzahl an Programmen kann schnell der Überblick verloren gehen. Deshalb bieten wir Ihnen hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Anlaufstellen für betroffene Unternehmen.

Wir haben Informationen zusammengetragen, welche Soforthilfe für welchen Betrieb in welchem Bundesland verfügbar ist und wie diese beantragt werden kann. Finale Informationen über das Förderprogramm der Bundesregierung sind noch nicht verfügbar, werden aber umgehend ergänzt. Es handelt sich bei dem Dokument um eine unverbindliche Information, die erste Anhaltspunkte geben soll. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr. Ggf. sollten sich Betroffene für die Themen an rechtliche und/oder steuerliche Fachberater wenden.


KfW-Kredite

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterscheidet in:

1) den KfW-Unternehmerkredit für Unternehmen, die länger als fünf Jahre am Markt sind

2) den KfW-Gründerkredit für Unternehmen, die mindestens drei Jahre am Markt sind

3) für noch jüngere Unternehmen kann eine spezielle Form des KfW-Gründerkredits in Frage kommen

 

Zum Ablauf: Der Antrag auf einen Kredit wird nicht bei der KfW direkt gestellt, sondern bei der jeweiligen Hausbank. Wer nicht über eine Hausbank verfügt, kann sich an jede beliebige Geschäftsbank, Sparkasse oder Genossenschaftsbank wenden. Diese Banken prüfen die Anträge in einem beschleunigten Verfahren und leiten sie anschließend an die KfW weiter. Sobald die KfW ihre Zustimmung gibt, kann der Kreditbetrag ausgezahlt werden. Die Banken bemühen sich laut eigenen Angaben um eine beschleunigte Bearbeitung. Alle weiteren Informationen gibt es bei der KfW unter: https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html


Kredite und Zuschüsse der Bundesregierung und der Bundesländer für kleine und mittlere Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler

Der Bund hat ein 50 Milliarden Euro schweres Soforthilfe-Programm für Kleinunternehmen und Solo-Selbstständige aufgelegt (https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/E/eckpunkte-corona-soforthilfe.pdf?__blob=publicationFile&v=4) . Davon profitieren diese wie folgt:

  1. eine Einmalzahlung von bis zu 9.000 Euro für drei Monate erhalten Betriebe mit bis zu fünf Beschäftigten
  2. eine Einmalzahlung von bis zu 15.000 Euro für drei Monate erhalten Betrieb mit bis zu zehn Beschäftigten

Die Verfahren zur Antragstellung werden von den einzelnen Bundesländern (und teilweise deren Kommunen) übernommen. Dabei stocken die Regierungen der Bundesländer die Hilfen des Bundes teilweise noch zusätzlich auf und bieten eigene Hilfsprogramme an. Die Antragstellung ist in allen Bundesländern entweder ab sofort oder spätestens ab dem 01.04. möglich. Hier gibt es die Anlaufstellen, Antragsverfahren und Fristen der einzelnen Bundesländer im Überblick:

 

Baden-Württemberg: https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/service/foerderprogramme-und-aufrufe/liste-foerderprogramme/soforthilfe-corona/

Bayern: https://www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona/

Berlin: https://www.ibb.de/de/foerderprogramme/liquiditaetshilfen-berlin.html

Brandenburg: https://www.ilb.de/de/wirtschaft/zuschuesse/soforthilfe-corona-brandenburg/

Bremen: https://www.bremen-innovativ.de/corona-info-ticker-fuer-unternehmen/

Hamburg: https://www.hamburg.de/coronavirus/13737132/2020-03-19-bwvi-eckpunkte-schutzschirm/

Hessen: https://www.wibank.de/wibank/corona

Mecklenburg-Vorpommern: https://www.lfi-mv.de/

Niedersachsen: https://www.nbank.de/Blickpunkt/Covid-19-%E2%80%93-Beratung-f%C3%BCr-unsere-Kunden.jsp

Nordrhein-Westfalen: https://www.wirtschaft.nrw/coronavirus-informationen-ansprechpartner

Rheinland-Pfalz: https://mwvlw.rlp.de/de/themen/corona/

Saarland: https://www.saarland.de/254842.htm

Sachsen: https://www.sab.sachsen.de/f%C3%B6rderprogramme/sie-ben%C3%B6tigen-hilfe-um-ihr-unternehmen-oder-infrastruktur-wieder-aufzubauen/sachsen-hilft-sofort.jsp

Sachsen-Anhalt: https://mw.sachsen-anhalt.de/media/coronavirus/wirtschaft/#c235465

Schleswig-Holstein: https://www.ib-sh.de/infoseite/corona-beratung-fuer-unternehmen/

Thüringen: https://aufbaubank.de/Presse-Aktuelles/Coronavirus-Aktuelle-Informationen-fuer-Unternehmen


Weitere finanzielle Entlastung: Stundungen von Steuern

Das Bundesfinanzministerium teilt mit, dass von der Coronakrise betroffene Unternehmen bis zum 31.12.2020 einen Antrag auf die grundsätzliche, zinsfreie Stundung aller im Jahr 2020 zu leistenden Steuerzahlungen stellen können. Die Finanzbehörden der Länder, die diese Steuern einziehen, sollen keine hohen Anforderungen zur Begründung der Anträge stellen. Diese Maßnahme betrifft die Einkommens- und Körperschaftssteuer sowie die Umsatzsteuer.

Außerdem kann das zuständige Finanzamt auf Antrag des Unternehmens die Vorauszahlungen für Einkommens- und Körperschaftssteuer sowie die Messbeträge für Gewerbesteuer-Vorauszahlungen anpassen. Kann das Unternehmen glaubhaft machen, dass es durch die Coronakrise weniger einnehmen wird, sollen die Beträge schnell herabgesetzt werden. Auf die Vollstreckung von Steuerschulden soll ebenfalls bis Ende 2020 verzichtet werden.

In jedem Fall ist das zuständige Finanzamt der richtige Ansprechpartner für die Anträge auf Steuerstundungen. Weitere Informationen gibt es hier: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Corona-Schutzschild/2020-03-19-steuerliche-Massnahmen.html