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Überbrückungshilfe in der Corona-Krise: die 7 wichtigsten Punkte für die Gastronomie.

Überbrückungshilfe in der Corona-Krise: die 7 wichtigsten Punkte für die Gastronomie.

Die Bundesregierung hat Mitte Juni ein maximal 25 Mrd. Euro umfassendes Konjunkturpaket vorgestellt. Mit ihm erhalten kleine und mittlere Unternehmen (KMU) finanzielle Unterstützung in Form nicht zurückzuzahlender Zuschüsse, um die wirtschaftlichen Einbußen durch die Corona-Krise zumindest teilweise kompensieren zu können. Das Programm richtet sich auch und insbesondere an die Gastronomie: Restaurants, Cafés, Clubs, Bars, Kneipen, Catering und mehr können jetzt ihre Anträge stellen.

Welches sind die wichtigsten Punkte des Programms für die Gastronomie? Wir stellen sie vor.

1. Anträge müssen bis 31. August durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer gestellt werden.
Bitte die Deadline beachten: Die Anträge auf Hilfe müssen bis spätestens 31. August 2020 gestellt worden sein. Ausgezahlt wird bis zum 30. November. Die Anträge muss ein Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer des Unternehmens in dessen Auftrag stellen.

2. Die Hilfen sind zeitlich befristet von Juni bis August 2020.
Das Konjunkturpaket zielt auf eine schnelle und kurzfristige Hilfe ab: Der Förderungszeitraum läuft von Juni bis August 2020. Programmstart ist der 1. Juli.

3. Umsatzrückgänge von mindestens 60 Prozent müssen vorliegen.
Voraussetzung für die Beantragung der Hilfe: Für die beiden Monate April und Mai 2020 liegt im Schnitt ein Umsatzrückgang von mindestens 60 % im Vergleich zum Vorjahr vor. Wurde das Unternehmen erst später gegründet, sind die Monate November und Dezember 2019 heranzuziehen. Die anteilige Überbrückungshilfe entfällt für einen Monat, wenn in diesem mindestens 60 % des Umsatzes aus dem Vorjahresmonat erwirtschaftet wurden. Wirtschaftliche Schwierigkeiten bis zum jeweiligen Zeitpunkt dürfen nicht vorgelegen haben. Zudem müssen 2 dieser 3 Kriterien erfüllt werden: Weniger als 249 Beschäftigte, Umsatz unter 50 Mio. Euro und Bilanzsumme unter 43 Millionen Euro.

4. Es werden Fixkosten übernommen - abhängig vom Umsatzeinbruch.
Die Hilfszahlungen sind keine fixen Summen, sondern richten sich nach den jeweiligen Umsatzrückgängen im Betrieb. Abhängig davon werden dann anteilige Fixkosten für die Laufzeit von drei Monaten übernommen. Es gilt folgender Schlüssel für die Folgemonate Juni, Juli und August:

40 bis 50 % Umsatzeinbruch = 40 % der Fixkosten werden übernommen
50 bis 70 % Umsatzeinbruch = 50 % der Fixkosten werden übernommen

über 70 % Umsatzeinbruch = 80 % der Fixkosten werden übernommen

Fixkosten sind: Miete/Pacht von Juni bis August, Kosten für Strom, Wasser, Heizung, Wartungs- und Instandhaltungskosten. Auch Teile der Ausbildungs- und Steuerberaterkosten werden übernommen. Als förderfähige Kosten gelten auch: Zinszahlungen, Leasingraten sowie Versicherungskosten.

5. Die Förderungshöhe ist abhängig von der Mitarbeiterzahl.
Wie hoch die maximale Förderung ist, hängt von der Größe des Unternehmens ab. Für kleine Betriebe gilt: 

bis 5 Beschäftigte = maximal 9.000 Euro Erstattung für drei Monate
bis 10 Beschäftigte = maximal 15.000 Euro Erstattung für drei Monate

Bei erstattungsfähigen Fixkosten (siehe Punkt 4), die mindestens doppelt so hoch sind wie der maximale Erstattungsbetrag, liegt ein Ausnahmefall vor. Dann kann der Betrieb mehr Hilfe erhalten als der Höchstbetrag vorsieht.

Auch Solo-Selbständige, selbstständige Angehörige der freien Berufe im Haupterwerb, gemeinnützige Unternehmen und Organisationen, die dauerhaft wirtschaftlich am Markt tätig sind, können Anträge stellen. Die maximale Förderung beträgt 150.000 Euro für drei Monate.

6. Das Verfahren läuft zweistufig ab
Das Antragsverfahren ist zweistufig. In Stufe 1 muss bewiesen bzw. glaubhaft gemacht werden, dass die Voraussetzungen für den Antrag erfüllt sowie erstattungsfähige Fixkosten vorhanden sind. Stufe 2 ist ein nachträglicher Nachweis: Nach Programmende wird per Soll-Ist-Abrechnung berechnet, ob die tatsächlichen Umsätze abweichen. Liegen sie höher, müssen zu viel gezahlte Zuschüsse zurückgezahlt werden. Liegen sie tiefer, wird eventuell aufgestockt.

7. Die Durchführung liegt in der Verantwortung der Bundesländer
Das Programm wird von den Bundesländern durchgeführt. Aktuelle Informationen zu Antragstellung etc. folgen auf den Webseiten der Wirtschaftsministerien der Länder. Stand 25.6.2020 sind spezifische Informationen der folgenden Bundesländer verfügbar:

Baden-Württemberg Überbrückungshilfe

Baden-Württemberg - Stablisierungshilfe

Bayern

Nordrhein-Westfalen