Die Kurkuma Latte ist neben der Goth Latte eines der Trendgetränke der Zeit.

Goth vs. Kurkuma Latte: Schwarzer Protest oder doch lieber goldige Schärfe?

Genug vom pinkfarbenen und glitzernden Einhorn-Latte oder den langweiligen Klassikern auf den üblichen Kaffeekarten? Dann gibt es Neuigkeiten. 2018 hält neue Trend-Getränke für die Kaffeeszene bereit – beispielsweise die Goth Latte. Klingt fremd, die Unterschiede zum normalen Latte Macchiato sind allerdings überschaubar. Streng genommen gibt es sogar nur einen: Die Goth Latte ist pechschwarz. Wer sich mit diesem optischen Effekt nicht anfreunden kann, dafür aber nach einem ganz neuen Geschmack im Kaffeebecher sucht, ist mit der Golden oder auch Kurkuma Latte besser bedient. Wie der Name schon sagt, ist die Kurkuma Latte goldfarben und durch die Zugabe von Kurkuma sehr würzig. Was in Europa seit einigen Jahren als Trend gehandelt wird, gibt es aber tatsächlich schon seit mehr als 5.000 Jahren.

Kurkuma Latte enthält außerdem Gewürze wie Pfeffer, Zimt und Kardamom.
    

Dunkler Genuss für die Experimentierfreudigen

Während der Einhorn-Trend im Jahr 2017 plötzlich überall pastellfarbene, glitzernde Kuchen und Getränke auftauchen ließ, formierte sich gleichzeitig ein dunkler Widerstand: die Goth-Latte-Bewegung. Anstelle quietschig-pinkfarbener oder babyblauer Milchshakes und Kaffees verspricht 2018 das Jahr der pechschwarzen Latte zu werden. Das Trendgetränk namens „Goth-Latte“ wird ebenso als „Charcoal-Latte“ bezeichnet. „Goth“ ist eine Anlehnung an die Gothic-Szene, eine Subkultur, deren Anhänger durch ihr schwarzes, düsteres Äußeres auffallen. „Charcoal“ bezieht sich auf die Rezeptur des Gebräus. Der tiefschwarze Farbton entsteht nämlich durch die Zugabe von Aktivkohle. Wer an dieser Stelle gesundheitliche Bedenken hat, kann beruhigt sein: Die Aktivkohle ist so zubereitet, dass sie nicht schädlich wirkt und sogar einen positiven Beitrag zur Gesundheit leisten kann. Sie hat nämlich die Fähigkeit, Schadstoffe im Körper zu binden. Geschmacklich hat die Aktivkohle keinen großen Einfluss, sodass die Goth Latte auch für klassische Kaffeefreunde einen Versuch wert sein kann.

Goth Latter erhält ihre Farbe mit Hilfe von Aktivkohle.

 

Der goldene Geheimtipp aus Indien

Schon etwas länger im Getränke-Geschäft ist die Golden Latte beziehungsweise Kurkuma Latte. Das Trendgetränk aus Indien wird aufgrund seiner goldenen Farbe auch als „Golden Milk“ oder im englischsprachigen Raum „Tumeric Latte“ bezeichnet. In Indien ist es unter dem Namen „Haldi Ka Doodh” seit mehr als 5.000 Jahren bekannt und beliebt. Die Suche nach Kaffee in der Kurkuma Latte bleibt ergebnislos: Zum Rezept gehören grundsätzlich Milch – üblicherweise Mandel- oder Hafermilch –, das Gewürz Kurkuma, Pfeffer sowie etwas Fettiges wie Kokosöl oder die indische geklärte Butter „Ghee“. Zusätzlich wird die Kurkuma Latte mit Honig oder Agavendicksaft gesüßt und mit weiteren Gewürzen wie einer Prise Kardamom und Zimt aufgepeppt. Kurkuma verleiht der Milch die goldene Farbe, soll einen vitalisierenden Effekt haben und entzündungshemmend wirken. Der Pfeffer und das Fett werden nicht nur aus geschmacklichen Gründen in die Kurkuma Latte gegeben, sondern auch, weil sie dem Körper die Aufnahme des Curcumins im Kurkuma erleichtern sollen. Ähnlich wie die Chai Latte schmeckt die Golden Milk würzig. Sie ist etwas schärfer und wärmt den Körper deswegen von innen auf. Die indische Bevölkerung nutzt die Golden Latte als Allheilmittel, aber ganz besonders bei beginnenden Erkältungen, Heiserkeit oder bei Schlafproblemen. Für die Zubereitung von zwei Portionen reichen üblicherweise ein halber Liter Mandelmilch (ungesüßt), ein Teelöffel Kurkuma-Pulver oder ein drei Zentimeter langes Stück frische Kurkuma, eine Prise Pfeffer, ein Teelöffel Honig, Zimt und zwei Kapseln Kardamom. Nachdem die Milch erhitzt – aber nicht gekocht – wurde, ziehen alle Zutaten 20 Minuten lang in der warmen Milch. Danach werden stückige Zutaten herausgesiebt. Wer es cremig mag, kann die Milch mit einem Schäumer bearbeiten.

Kurkuma Latte kann mit Milch oder alternativ mit Mandelmilch hergestellt werden.

Neue Latte-Trends auf dem Vormarsch

Obwohl die Golden Latte bereits seit mindestens 5.000 Jahren getrunken wird, wurde sie international erst im Jahr 2016 zum Trend-Getränk. Die britische Tageszeitung „The Guardian“ erklärte die Kurkuma Latte sogar zum „It-Getränk 2016“. Seit einigen Jahren ist sie in zahlreichen Cafés auf der ganzen Welt zu finden. Einige Supermärkte bieten Fertigmischungen zur einfacheren Zubereitung der Kurkuma Latte an. Bei der Verwendung frischer Zutaten ist Vorsicht geboten: Die Kurkumawurzel färbt stark ab. Bei der Verarbeitung sollten also möglichst Handschuhe im Einsatz sein. Die Goth Latte hat sich bisher eher in britischen und amerikanischen Cafés durchsetzen können. In Deutschland ist das schwarze Getränk nur vereinzelt in Lokalen zu bekommen. Sie selbst zuzubereiten, ist etwas für Experimentierfreudige. Einige Rezepte verzichten komplett auf den Kaffee und beschränken sich auf Milch, einen Teelöffel geeignetes Aktivkohlepulver und Honig zum Süßen. Bei anderen wird das Kaffeepulver mit der Aktivkohle eingefärbt. Geschmacklich ähnelt die Version ohne Kaffee warmer Milch mit Honig. Ausprobieren können Neugierige beide Varianten schon bald in immer mehr deutschen Cafés.

 

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