Mit dem Lieferservice können Gastronomen auch in krisenzeiten Umsatz machen

Zusatzgeschäft in der Corona-Krise: 6 Lieferservice-Arten in der Gastronomie - Vor- und Nachteile

Das Außer-Haus-Geschäft ist momentan die einzige Möglichkeit, um zumindest einen kleinen Teil der Kosten zu decken. Doch nicht allein in Krisenzeiten bietet der Lieferservice gastronomischen Betrieben die Möglichkeit, attraktive Umsätze zu erzielen. Warm und fertig gekocht ist dabei nur eine Form des Angebots – wir stellen sechs verschiedene Arten vor.

1. Kochboxen – Gerichte in Zutatenform geliefert

Die Zutaten im Rohzustand auswählen, portionieren und liefern zu lassen, ist eine weitere Alternative: das Restaurant-Gericht (oder ein anderes) in der Kochbox zum Nachkochen für zu Hause.

Vorteile:

  •  wenig Aufwand, kein Kochen nötig
  • Lieferung praktisch zu jedem Zeitpunkt möglich

Nachteile:

  •  viel Eigenleistung des Kunden nötig (komplettes Kochen)
  • nischig, etwas für Foodies

Auch Kochboxen mit allen Zutaten für hauseigene Gerichte können geliefert werden.

2. Selbstgemachte Lebensmittel geliefert

Eingekochtes und Fermentiertes, Grundsaucen, Pasten und Aufstriche, Öle und vieles mehr: Vor- und Teilprodukte zum Kochen oder zum direkten Genießen zu Hause sind ein Angebot, wie es sonst z.B. Feinkostgeschäfte bieten – nur eben vom Restaurant und per Lieferung.   

Vorteil:

  •  gute, zeitunabhängige Vor- und Zubereitung möglich
  • Know-how (z.B. Kochtechniken) kommt zum Tragen   

Nachteil:

  •   separate Produktentwicklung nötig (zeitlicher und finanzieller Aufwand)
  • Lagerung, Kühlung und verschiedene Verpackungsformen nötig   

Übrigens: Alle vorgestellten Formen sind natürlich auch als to-go-Geschäft bzw. zur Abholung denkbar.

3. Gekocht und warm geliefert  

Die gängigste Art des Lieferservices ist, Speisen wie fürs Restaurant auf Bestellung zuzubereiten und anschließend über einen Lieferdienst ausliefern zu lassen.

Vorteile:

  • die Speisen sind direkt verzehrfertig für den Kunden
  • gelernter Produktionsprozess: Kochen wie fürs Restaurant  

Nachteile:

  • Produktion muss à la minute erfolgen, da warme Speisen 
  • kein Einfluss auf die Qualität nach Übergabe an den Lieferdienst

 

Der Klassiker: Warme und verzehrfertige Speisen

4. Verzehrfertig und kalt geliefert

Besonders gut für die Lieferung eignen sich kalte Speisen wie Wraps, Sandwiches und andere belegte Brote, Salate, Bowls und Vorspeisen. Auch als Menü oder in Form der klassischen kalten Platte. 

Vorteile:

  • Speisen lassen sich gut vorbereiten/vorproduzieren
  • Warmhalten nicht nötig, kein Qualitätsverlust bei Lieferung

Nachteil:

  • vor-Ort-Erwärmen (z.B. Wraps und Sandwiches auf Kontaktgrill) nicht möglich

5. Regenerierfertig und kalt geliefert  

Eine weitere kalte Alternative: Die Speisen werden in der Restaurantküche fertig gekocht, dann verpackt (z.B. Vakuumbeutel oder Glas) und per Lieferdienst zugestellt.

Vorteile:

  • vorbereitende Produktion möglich
  • Skaleneffekte: Vorproduktion in größerer Menge günstiger

Nachteile:

  • aufwendiges Einpacken (Vakuumieren, Abfüllen etc.) und Kochanleitung nötig
  • Kunde muss Teilleistung selbst übernehmen (entnehmen, erhitzen, braten etc.)

6. Getränke, gekühlt und trinkfertig geliefert

Spannend für Bars, Smoothie-Shops und Co.: fertig gemixte Getränke mit und ohne Alkohol für den Genuss zu Hause geliefert.  

Vorteile:

  • gelernter Produktionsprozess: Mixen wie für die Bar/Saftbar
  • Qualität ist gut steuerbar

Nachteil:

  • Produktion der Getränke muss à la minute erfolgen („lose Ware“)
  • nur für bestimmte Produkte möglich, sonst Frischeverlust


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