Selbstreflexion als Gastronom

5 gute Gastro-Vorsätze für das Jahr 2020

Im gastronomischen Alltag bleibt oft viel zu selten Zeit, um inne zu halten und sich zu fragen: Wie geht es mir eigentlich – als Mensch, als Gastro-Unternehmer und als Arbeitgeber? Wie geht es mir mit meinem Team und umgekehrt? Der naturgemäß etwas ruhigere Januar bietet für solche Fragen etwas mehr Raum – und hier sind 5 Ideen, wie er sich für die Selbst- und Teamreflexion nutzen lässt.  
 

1. Beantworte dir selbst Fragen  

 
Fragen führen zu Antworten. Im Internet finden sich diverse Online-Fragebögen mit typischen Fragen wie „Für welche Werte möchte ich stehen?“, „was bedeutet Erfolg für mich?“, „wo möchte ich in 5 Jahren stehen“ oder auch „was würde sich ändern, wenn ich weniger arbeite und mir mehr Zeit für mich nehme?“. Diese Fragen einfach mal ausdrucken, sich in Ruhe mit ihnen hinsetzen und sie offen und ehrlich für sich selbst beantworten. Dies ist eine gute Basis für eine „Selbst-Bestandsaufnahme“. Und beim nächsten Blick auf diese Fragen, z.B. ein halbes Jahr später, schauen: Wo hat sich zwischenzeitlich etwas verändert, wo gibt es Nachholbedarf?  

 Zum Jahresstart sollten nicht nur die Finanzen in den Fokus rücken.

2. Geh’ raus aus dem Alltag! 

 
Wenn es ein ruhiger Monat wie der Januar zulässt, sich auch mal aus dem Betrieb rauszuziehen und entweder das Team alleine wirken zu lassen oder ein paar Tage das Restaurant zu schließen – dann nix wie raus aus dem Alltag. Ob ein Kurzurlaub, ein Rückzug in die eigenen vier Wände mit ein paar guten Büchern oder Filmen oder eine Gastro-Inspirationsreise in eine andere Stadt (essen gehen, sich andere Betriebe anschauen, selbst Gast sein) – das sollte jeder für sich selbst herausfinden. Dem einen hilft es mehr, mal ganz abzuschalten, dem anderen hilft frischer Input. Oft braucht es keine wochen- oder monatelangen Abwesenheiten dafür: Schon ein paar Tage können helfen und bringen neuen Schwung.  
 
 

3. Führe Zielvereinbarungsgespräche mit dem Team 

 
Der Jahresanfang ist ein guter Zeitpunkt, um sich dem Thema Zielvereinbarungsgespräch mit den Team-Mitgliedern zu widmen. Hierbei geht es nicht darum, dem jeweiligen Mitarbeiter Ziele „einzutrichtern“, sondern vielmehr erst einmal darum, ihn selbst nach seinen eigenen Wünschen und Vorstellungen zu fragen. Vorteilhaft ist es, ihm zur Vorbereitung einen kleinen Fragebogen zur Hilfestellung auszuhändigen. Fragen könnten beispielsweise sein: Was gefällt dir an deiner Tätigkeit besonders gut? Was nicht? Was würdest du gerne mehr machen? Wo siehst du dich in einem Jahr, in drei, in fünf? Danach geht es darum, die Ziele des Unternehmens und des Mitarbeiters zu „matchen“ – bestenfalls finden sich beim Abgleich bereits Übereinstimmungen, ansonsten besteht die Aufgabe darin, einen Einklang zu finden. Beispiel: Der Gastronom möchte im kommenden Jahr eine bessere Speisenqualität erreichen, ohne dafür teurer einzukaufen, und der Koch möchte eine neue Zubereitungstechnik erlernen und umsetzen – das könnte bereits ein Match sein. Oder: Der Chef will sich weniger um die Webseite selbst kümmern müssen und ein Mitarbeiter hat Spaß an (digitaler) Kommunikation, konnte das aber bislang nicht einbringen – auch ein Match. Die Vereinbarungen sollten möglichst konkret formuliert und in ihrer Anzahl überschaubar gehalten werden. Mehr als fünf gemeinsame Ziele zu formulieren, ist nicht sinnvoll. Und: Bei Zielvereinbarungsgesprächen ist es wichtig, sie regelmäßig (mindestens einmal im Jahr) durchzuführen sowie zu prüfen, ob die Ziele auch erreicht wurden.  

  Januar ist der perfekte Zeitpunkt sein Business neu zu analysieren.

4. Nimm’ ein Coaching in Anspruch

 
Coaching wird oft missverstanden: Es ist nicht so, dass jemand von außen kommt, der dem Unternehmer bzw. dem Unternehmen sagt, was zu ändern ist – vielmehr hilft ein Coach dabei, sich selbst Antworten zu geben – siehe Punkt eins. Coaching unterstützt die Selbstermächtigung, um Probleme besser zu erkennen und greifbar zu machen, Werte zu definieren und Ziele zu formulieren. Die Google-Suche „Coach Gastronomie“ bringt viele Ergebnisse hervor – wem vertrauen? Hier hilft es, sich unter den Kollegen umzuhören, wie man es auch auf der Suche nach einem Arzt oder Handwerker tut. Schulungs-Zertifikate auf der Webseite der Coaches dienen ebenfalls als Entscheidungshilfe. Übrigens sind oft mehrere Coaching-Termine sinnvoll oder gar eine dauerhafte Begleitung – dafür gibt es auch Zuschüsse von der Berufsgenossenschaft.  


5. Nutze eine Meditations-App 

 
Für eine Meditation benötigt man keinen esoterisch eingerichteten Raum mit Steinfiguren, Räucherstäbchen und Entspannungsmusik. Stattdessen ein Smartphone und ein tägliches Zeitfenster von weniger als zehn Minuten – in den App-Stores für Android und iOS gibt es zahlreiche (kostenpflichtige) Meditations-Apps, oft mit kostenlosen Testphasen. So kann jeder für sich selbst herausfinden, welche Sprecher-Stimme ihm besonders gefällt und mit welchem Angebot die Entspannung besonders gut funktioniert. Wer es eine Weile ausprobiert und dabei auch innere Widerstände (wenig Zeit und Geduld) aushält, wird feststellen: Es ist wie ein kleiner „Reset“ und hilft enorm, den Alltag zu bewältigen. Damit in einem etwas ruhigeren Monat zu beginnen, ist einfacher, als wenn die Bude ohnehin schon brennt.


Digitale Lösungen für Gastronomen

Kostenlose Gastro-Website, Online-Reservierungstool, uvm.

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