Für die Herstellung von Trockenfleisch eignen sich verschiedene Fleischsorten.

Voll im Trend: Beef Snacks und Trockenfleisch

Ob bei der Arbeit, dem nächsten Outdoortrip oder nach dem Workout – Beef Jerky & Co. sind ein gesunder Snack für zwischendurch, die für den nötigen Energieschub sorgen. Wie so vieles ist der Trend-Snack jedoch keine neue Erfindung. Denn hinter den kleinen, würzigen Kraftpaketen versteckt sich nichts anderes als eine Variante von Trockenfleisch, das einst wichtiges Nahrungsmittel und Energielieferant war.

Beef snacks erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

Seit Jahrhunderten beliebt


Die Trocknung von Fleisch ist in unterschiedlichen Kulturen eine bekannte und beliebte Methode, um Fleisch haltbar zu machen. Zu den ersten, die die Trocknungsmethode von Fleisch anwendeten, zählen die Urvölker Amerikas und Afrikas. Die frühen europäischen Siedler übernahmen die Trockenfleischherstellung aus Bisonfleisch (Pemmikan) von nordamerikanischen Indianern und nannten das fertige Produkt Jerky. Trockenfleisch oder auch Dörrfleisch war lange auch ein wichtiges Nahrungsmittel in Europa, besonders für Menschen, die einer körperlich anstrengenden Arbeit nachgingen, wie etwa Bergbauern. Denn Trockenfleisch ist eiweißreich und damit eine nahrhafte Zwischenmahlzeit zur Stärkung. Weltweit finden sich Trockenfleisch-Spezialitäten wie das südafrikanische Biltong oder das südamerikanische Charqui. Dörrfleisch ist mancherorts auch eine regionale Delikatesse mit geschütztem Namen wie das Bündner Fleisch.

Beef snacks sind besonders in den USA beliebt.

Voller Geschmack in verschiedenen Geschmacksrichtungen

Trockenfleisch, wie Beef Snacks, gilt als sehr gesund, denn es hat einen hohen Eiweißgehalt von zum Teil über 50 Prozent und dabei wenig Kohlenhydrate und Fett. Für Low-Carb-Fans also eine tolle Bereicherung. Beef Jerky ist wohl die bekannteste Variante von Trockenfleisch und ein regelrechter Trend-Snack. Beef Jerky gibt es in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Klassisch, Teriyaki, Pfeffer, Kräuter, Chili, BBQ und vieles mehr. Für die Herstellung von Trockenfleisch sind Fleischsorten geeignet, die einen geringen Fettanteil haben. Während in früheren Zeiten vor allem Büffelfleisch verwendet wurde, ist es heute primär Rindfleisch. Neben Rind eignen sich aber auch Huhn, Pute, Lamm oder Wildfleisch wie Hirsch und Reh. Exotische Fleischsorten wie Strauß oder Krokodil lassen sich ebenfalls wunderbar trocknen. Grundsätzlich ist es auch möglich, Trockenfleisch aus Fleisch mit hohem Fettanteil herzustellen, allerdings ist dieses nicht lange haltbar.

Trockenfleisch kann mit verschiedenen Aromen verfeinert werden.

Trockenfleisch einfach selber machen

Beef Jerky oder andere Varianten von Trockenfleisch lassen sich auch relativ einfach selbst herstellen. Es gibt dabei verschiedene Trocknungsverfahren, Zubereitungsmethoden und Rezepte für Marinaden. Beim Kauf unbedingt mageres Fleisch wie Filet oder Rouladen nehmen, da das Fleisch für die Herstellung von Fett befreit werden muss. Das Fleisch wird in dünne, gleich große Steifen von zwei bis vier Zentimetern geschnitten. Diese werden im nächsten Schritt mariniert und für mehrere Stunden oder sogar Tage kühl gelagert. Danach werden die Fleischstücke getrocknet – klassischerweise bei Raumtemperatur an einem luftigen Ort für ein bis drei Wochen aufgehangen oder aber bei 50-70 Grad im Backofen, Smoker oder Dörrautomaten, was nur einige Stunden dauert. Das Fleisch verfärbt sich während des Trocknungsprozesses dunkel und wird hart. Je länger das Fleisch getrocknet wird, desto länger ist es auch haltbar. Nach einer Woche ist es etwa drei Wochen haltbar („demy cured“). Nach drei Wochen Trocknung hat das Fleisch mehr als die Hälfte seines Ursprungsgewichts verloren und ist bis zu zwei Jahre haltbar („dry“). Trockenfleisch hat bei der Lagerung keine besonderen Ansprüche – trocken und lichtgeschützt ist ausreichend.

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