5 Ideen für die Inszenierung von Tee in der Gastronomie
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Frisch aufgebrühter Grüntee in einer besonderen Teekanne mit Griff.
Sie wollen Ihren Tee gekonnt in Szene setzen? Wir zeigen Ihnen wie es geht! Wie Sie Tee-Liebhabern nicht nur einen geschmacklichen, sondern auch einen optischen Genuss bescheren, erfahren Sie hier.
Tee spielt nach wie vor eine Nebenrolle in der Gastronomie und Hotellerie. Dabei bevorzugen ihn viele Gäste gegenüber Kaffee – und es gibt viele Möglichkeiten, das Teetrinken zu einem echten Genussmoment werden zu lassen. Hier sind unsere 5 Ideen!


1. Lose statt vorportionierte Tees anbieten

Vorteil: intensiver Geschmack, schöne Optik, Sortenvielfalt   
Nachteil: Service- und Präsentationsaufwand  
 
Ein schönes Erlebnis bietet, wer losen Tee verwendet und diesen in speziellen Behältnissen präsentiert. Zum Beispiel auf einer „Genuss-Station“ mit Glasbehältern, an der sich der Gast für die Sorte seiner Wahl entscheidet. Weil das Sortiment loser Teesorten größer ist als jenes im Teebeutel, können so auch besondere Sorten und Mischungen angeboten werden. Ein besonderer Genuss für Gaumen und Augen ist Tee aus ganzen Pflanzenstücken.

Der Klassiker dabei ist Tee aus frischer Minze, die blätterweise in die Kanne oder ins Glas kommt. Sehr beliebt ist auch der griechische Bergtee aus Sideritispflanzen mit wunderbarer Süße und ätherischen Ölen. Ein optisches Highlight sind Teeblüten: Ringelblumen-, Hibiskus-, Rosen-, Lavendel- oder Jasminblüten – sie machen aus jedem Glas ein kleines Kunstwerk. Gläser, Glaskännchen oder andere transparente Gefäße mit integriertem Sieb unterstützen diese attraktive Darreichungsform. 
 
Tipp: Aufgrund der aktuellen Situation bitte darauf achten, dass bei der Verwendung von losem Tee alle Hygiene-Richtlinien eingehalten werden. Den Gast am Teebehältnis „schnuppern“ lassen oder eine individuelle Entnahme ist nicht zu empfehlen. 
 

2. Eigene Teemischungen herstellen und verkaufen 

Vorteil: Alleinstellungsmerkmal, Kundenbindung
Nachteil: Mehraufwand (Sammeln, Aufbereiten, Verpacken etc.)
 
Viele Restaurants und Hotels haben einen eigenen Kräuter- und Gemüsegarten, manche sogar ein Stück Land außerhalb der Stadt. Und viele Küchenteams sammeln ihre Zutaten für die Speisen – Kräuter, Pilze und mehr – in der Natur, um etwas Besonderes auftischen zu können.

Da liegt es eigentlich nahe, auch eigene Tees mit Blättern, Blüten, Kräutern und Co. herzustellen – bunte, hauseigene „Wald und Wiesen“-Mischungen. Für solche Houseblends“ lassen sich auch – Stichwort Zero Waste – Reste von Früchten und Kräutern sowie Blätter aus der Küche verwenden, indem sie getrocknet, zerkleinert und zum Beispiel den Mischungen beifügt werden. 
 
Tipp: Selbstgemachte Tees auch außer Haus verkaufen – zum Beispiel über den eigenen Webshop. Das sorgt für Kundenbindung und Identifikation mit der Gastronomie. 
 

Verschiedene lose Teesorten auf Teelöffeln, neben einer Glastasse.

3. Heiße Cocktails mit Tee mixen 

Vorteil: besonderes Drink-Angebot draußen & in der kalten Jahreszeit
Nachteil: etwas aufwändiger als Glühwein & Grog 
 
Tee ist in der Gastronomie auch ein spannender heißer Filler für Drinks mit Alkohol. Er bietet die Möglichkeit, Gästen jenseits von Glühwein und Grog leckere Heißgetränke anzubieten – besonders aktuell, in Zeiten, in denen viele es auch in kühleren Monaten bevorzugen, draußen zu sitzen.

Wie wäre es zum Beispiel mit einem Hot Negroni aus Gin, Campari, Wermut und rotem Früchtetee? Oder einer „Hot Toddy“-Variante mit rauchigem Lapsang-Souchong-Tee zum Whisky? Oder ein heißer Mojito mit Rum und frischem Minztee? Auch hier kommt die enorme Vielfalt, die das Tee-Angebot bereit hält, ins Spiel.

4. Teebegleitung statt Weinbegleitung 

Vorteil: spricht Gäste an, die keinen Wein trinken möchten
Nachteil: intensive Beschäftigung mit dem Produkt notwendig  
 
Zu jedem Gang des Menüs (oder auch zur à-la-carte-Speise) eine Tasse Tee – warum eigentlich nicht? Erste Restaurants bieten eine solche Teebegleitung bereits an. Für Gäste, die keinen Alkohol trinken möchten, stellt dies eine spannende Alternative dar. Denn mit seinen vielseitigen Aromen gibt es für nahezu jede Speise den idealen Tee.

Ein lieblich-floraler Jasmintee passt gut zu einem Dessert, würde aber bei einem kräftigen Braten geschmacklich untergehen – hier wiederum eignet sich der rauchige Lapsang-Souchong-Tee besonders. Ebenso ein „getreidig“ schmeckender, gerösteter Tee mit Reiskörnern. Ein malziger Assamtee ist der perfekte Partner für den Käse- und Brot-Gang. Und Grüntee wiederum passt perfekt zu gedämpftem Fisch. Es gibt viele Kombinationsmöglichkeiten!
 

Heißer Earl Grey in einer Teekanne aus Glas.

5. Speisen mit Tee kreieren 

Vorteil: Alleinstellungsmerkmal, spricht Probierfreudige an 
Nachteil: muss gut erklärt und in der Karte ausgewiesen werden (Koffein)
 
Tee passt nicht nur gut zum Essen (siehe vorheriger Punkt), sondern auch gut ins Essen selbst – grüner Tee beispielsweise lässt sich sehr gut zum Beizen von Lachs verwenden. Der pulverisierte Matcha-Grüntee wird gerne für Gebäck oder Süßspeisen verwendet. Schwarzer Tee (zum Beispiel Earl Grey oder Darjeeling), zu einem Jus reduziert, passt gut zu deftig-herzhaften Gerichten, Orangentee-Sauce und Entenbrust sind ein perfektes Paar.

Wichtig hierbei ist die hohe Qualität (möglichst Bio-Tee) und die Verwendung loser Tees – als Getränk genauso wie als Speisenzutat.  
 
Noch ein Tipp: Bieten Sie Gästen, die aktuell lieber draußen sitzen möchten, zum Essen doch eine Kanne Tee statt der üblichen Flasche Wasser an. Je nach Sorte passt dieser auch gut zum Wein der Wahl und kannibalisiert das Getränkegeschäft nicht, sondern ist ein aufmerksamer Zusatz-Service.
 
Eine Übersicht unserer aktuellen Teesorten gibt es hier.