Weiterbildungen für die Gastronomie - das sollten Gastronomen wissen

Typische Berufe und Weiterbildungen in der Gastronomie

Wer hatte ihn nicht, den Nebenjob als Servicekraft im Café, hinter der Kneipen-Theke oder in der Restaurantküche während der Schulferien? Die Gastronomie ist für ihre Flexibilität bekannt. Zahlreiche Menschen haben sich während ihrer Schul- oder Studienzeit etwas in gastronomischen Lokalen dazu verdient. Die Branche der Gastronomie ist aber keineswegs ein reines Quereinsteiger-Berufsfeld. Es gibt einige Ausbildungsberufe und Weiterbildungsmöglichkeiten – für Neueinsteiger sowie für alte Gastro-Hasen.

Beliebter Ausbildungsberuf: Der Chef in der Küche

Der Beruf des Kochs birgt eine Menge vielseitiger und fordernder Aufgaben. Dazu zählen unter anderem die Planung von Menüs, saisonalen Speisekarten, der Wareneinkauf und die Organisation des Teams. Natürlich kommt das eigentliche Kochen dabei nicht zu kurz. Da Restaurants sehr unterschiedliche Schichten haben, sind die Arbeitszeiten von Köchen alles andere als eintönig. Trotz aller positiven Seiten der Flexibilität kann das auch Durchhaltevermögen erfordern - und an manchen Stellen Verzicht auf gemeinsame Zeit mit Freunden oder Familie. Denn während Feiertage für die meisten Branchen einen oder mehr freie Tage bedeuten, brummt es in der Gastronomie in solchen Zeiten ganz besonders.

Weiterbildungen in der Gastronomie gibt es für Fachkräfte in verschiedenster Form.

Ausbildung und mögliche Weiterbildungen für Köche

 

Die Ausbildung erfolgt, wie in vielen anderen Berufen, in einem Zeitraum von drei Jahren. Dieser Zeitraum kann in besonderen Fällen auf bis zu zwei Jahre verkürzt werden. Es handelt sich entweder um eine duale Ausbildung, bei der die auszubildende Person hauptsächlich in einem Betrieb und phasenweise an einer Berufsschule ist, oder um eine schulische Ausbildung, die hauptsächlich an der Schule und nur phasenweise im Betrieb stattfindet. Es gibt keinen vorgeschriebenen Schulabschluss für die Zulassung zur Ausbildung, viele Betriebe bevorzugen allerdings einen guten Haupt- und Realschulabschluss. Je nach Abschluss kann nach der Ausbildung ein Studium der Ernährungswissenschaften, Lebensmitteltechnik oder des Hotel-/Tourismusmanagement angeschlossen werden.


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Perfekte Gastgeber: Restaurant-Fachkräfte

Der Schwerpunkt einer Ausbildung zur Fachkraft im Restaurantwesen liegt auf dem Umgang mit den Gästen. Umgangssprachlich wird der Restaurant-Fachmann beziehungsweise die Fachfrau als „Kellner/in“ bezeichnet. Der Arbeitsbereich ist jedoch viel breiter gefächert, als die Bezeichnung „Kellner“ umfasst. Es geht weit über das einfache Servieren von Bestellungen hinaus. In der Ausbildung werden unter anderem Kenntnisse zu den Themen Ernährung, Nahrungsmittel, Getränkekunde, Servicearten, Personalmanagement und allgemein die Organisation eines gastronomischen Betriebs vermittelt. Am Ende der Ausbildung sind Fachkräfte im Restaurant-Bereich exzellente Gastgeber und Betriebskoordinatoren.

Ausbildung und mögliche Weiterbildungen für Fachkräfte

 

Auch für Restaurant-Fachkräfte dauert die Ausbildung drei Jahre mit der Möglichkeit auf Verkürzung. Sie findet ausschließlich dual – also im Betrieb mit Phasen an der Berufsschule – statt. Es gibt Aufstiegsmöglichkeiten zur Schicht- und Betriebsleitung. Es bestehen auch Angebote für Fortbildungen zu vielen verschiedenen Facetten des Berufs. Beispielweise gibt es Seminare und Kurse zu kaufmännischen Grundlagen sowie gastronomischen und Management-Bereichen. Seminare zur Weinkunde oder zu verschiedenen Zubereitungsweisen von Getränken und Speisen empfehlen sich für die angehende Restaurant-Fachkraft, da sie immer in jedem Bereich einsetzbar sein oder zumindest über das entsprechende Fachwissen verfügen sollte.

Ausbildungen und Weiterbildungen in der Gastronomie: Nicht nur das Kochen will gelernt sein.

Alles nach Konzept – Fachkräfte der Systemgastronomie

 

Fachkräfte aus der Systemgastronomie haben zwei Hauptaufgaben: Sie müssen ausgezeichnete Gastgeber sein und zusätzlich dafür sorgen, dass der Betrieb die übergeordneten systemgastronomischen Standards einhält. Bezeichnend für die Systemgastronomie ist, dass in jedem einzelnen Lokal der Kette – ob Fast-Food oder gehoben – dieselben Abläufe herrschen. Die Einrichtung, Menükarten, Auswahl und der Umgang mit den Gästen folgen einem Konzept. Die Fachkraft organisiert die Abläufe und ist Ansprechpartner für das Management der Restaurant-Kette.

Ausbildung und mögliche Weiterbildungen in der Systemgastronomie

 

Ebenso wie bei der Ausbildung zur Restaurant-Fachkraft dauert die zur Systemgastronomie-Fachkraft üblicherweise drei Jahre und ist dual. Es bestehen Weiterbildungsmöglichkeiten zum Restaurantmeister oder Fachwirt für Gastgewerbe. Ein Studium der Betriebswirtschaftslehre oder des Hotel- und Tourismusmanagements bieten sich bei entsprechendem Schulabschluss an.

Weiterbildungen für die Gastronomie gibt es zum Beispiel in Sachen Betriebswirtschaft.

Hotel-Fachmann/Fachfrau

 

Die Ausbildung zur Hotel-Fachkraft ist sehr beliebt in Deutschland und zählt sogar zu den Top-Ten der gefragtesten Ausbildungsberufe. Das ist nicht unbegründet, denn Hotel-Fachkräfte lernen den richtigen Umgang mit den Gästen, die Gastronomie-Grundlagen, die Organisation eines Hotel- und Restaurant-Betriebes und einiges aus dem Management-Bereich. Durch diese vielseitige Ausbildung stehen Hotel-Fachkräften nach dem Abschluss die Türen internationaler Hotelbetriebe offen.  

Ausbildung und mögliche Weiterbildungen für Hotelfachkräfte

Während der drei Jahre dauernden Ausbildung werden alle theoretischen Grundlagen an der Berufsschule und alle praktischen im Betrieb vermittelt. Meist durchlaufen Auszubildende alle Bereiche im Betrieb im mehrwöchigen Rhythmus. Hier bestehen ebenfalls Weiterbildungsmöglichkeiten zum Hotel- oder Restaurantmeister. Eine weitere Möglichkeit ist das Studium der Betriebswirtschaftslehre oder des Hotel- und Tourismusmanagements. Fachkräfte der Hotellerie können nach Abschluss ebenso gut im laufenden Betrieb sowie in der Verwaltung – beispielsweise im Qualitätsmanagement – tätig sein.

Einstieg in die Gastronomie: Typ-Frage

Die Job-Vielfalt in der Gastronomie ist sehr breit gefächert und flexibel. Wer zunächst in der Küche beginnt, muss nicht zwangsläufig dort alt werden. Zahlreiche Mitarbeiter der Verwaltung oder aus dem Management stammen aus dem Service- oder Küchenbereich. Grundlagen-Wissen aus vielen unterschiedlichen Bereichen kann bei späteren Bürotätigkeiten sehr hilfreich sein, weil sich daraus ein Verständnis für Abläufe entwickelt. Trotzdem ist der Einstieg in der Gastronomie eine Typ-Frage, da dort die Uhren anders ticken und der Arbeitsaufwand von Schicht zu Schicht unterschiedlich ausfallen kann. Menschen, die sich durch Kontaktfreudigkeit und Stressresidenz auszeichnen, passen ideal in diese Branche.


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