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Die Food Supply Chain Initiative

Gemeinsam für starke Handelspraktiken

Produzenten, Lieferanten und der Handel müssen eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten, denn nur ein faires Miteinander aller Beteiligten entlang der Lieferkette sichert langfristig die Qualität von Produkten und die Kundenzufriedenheit. Für dieses Ziel steht die freiwillige Supply Chain Initiative (SCI) ein, deren Grundstein im November 2011 gemeinsam von sieben europäischen Dachverbänden der Lebensmittelwirtschaft gelegt wurde. Die Initiative zielt ebenfalls darauf ab, sicherzustellen, dass Unternehmen Streitigkeiten in einer fairen und transparenten Weise ansprechen und dass die Beschwerdeführer nicht unter Vergeltungsmaßnahmen leiden.

Die Beteiligten verabschiedeten 2011 zehn Grundprinzipien für faire Geschäftsbeziehungen.

Das SCI zeichnet sich durch zwei Schlüsselcharakteristika aus:

  • Lebensmittelversorgungskette über ihre jeweiligen CEOs freiwillig ihr Bekenntnis zu den Grundsätzen für vorbildliche Verfahren für die täglichen Verhandlungen mit ihren Geschäftspartnern zum Ausdruck;
  • zweitens regt die Initiative beide Parteien im Falle von Streitigkeiten dazu an, für beide Seiten annehmbare Lösungen zu finden, sodass die Geschäftsbeziehungen fortgesetzt werden können.

Wachsende Anzahl von Mitgliedern

Seit September 2013 sind mehr als 1.000 Unternehmen der Lebensmittellieferkette der Supply Chain Initiative beigetreten. Mehr als die Hälfte sind kleine und mittelständische Unternehmen.

Werden auch Sie Mitglied!

METRO GROUP gehört zu Erstunterzeichnern

Die METRO GROUP ist 2013 als eines der ersten Unternehmen der Supply Chain Initiative beigetreten und setzt sich für transparente und vertrauensvolle Beziehungen zu ihren Geschäftspartnern ein.

1.202 Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft und Getränkeindustrie sind seit September 2013 der Supply Chain Initiative beigetreten. (Stand: 01/2016)


Die Vorteile für Ihr Unternehmen

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Freiwillig

Händler, Lieferanten und Hersteller sind selbst in der Lage faire Geschäftspraktiken entlang der Lieferkette zu gewährleisten. Freiwillige Maßnahmen sind effektiver, nachhaltiger und kostengünstiger als gesetzliche Regulierungen.
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Guter Ruf

Sie zeigen Ihren Kunden, Lieferanten und anderen wichtigen Akteuren, dass Sie sich verpflichtet haben, faire Beziehungen in der gesamten Lebensmittelversorgungskette aufzubauen.

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Kostenlos

Es gibt weder eine Anmeldegebühr noch einen jährlichen Beitrag für die Teilnahme an der Supply Chain Initiative.
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Flexibel

Sie müssen nicht jahrelang warten, bis die Gesetzgeber die Beziehungen zwischen Händlern, Lieferanten und Herstellern regulieren, da die Supply Chain Initiative Ihnen einen funktionsfähigen, schnellen und flexiblen Rahmen für faire Geschäftspraktiken anbietet.

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Maßgeschneidert

Die Grundsätze und das Rahmenkonzept der Initiative wurden von Unternehmen der Lebensmittel- und Getränkelieferkette erarbeitet. Sie werden deswegen von einem System profitieren, das auf Ihre Bedürfnisse und Besonderheiten zugeschnitten ist.

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Europäischer Rahmen

Die gleichen Regeln gelten für alle unterzeichnenden Unternehmen in der Europäischen Union.

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Transparent und Fair

Unabhängig von der Größe Ihres Unternehmens werden Sie von einem strukturierten Verfahren profitieren, das Ihnen Zugriff auf verschiedene Streitbeilegungsmöglichkeiten anbietet.


Die Supply Chain Initiative in der Praxis

Wie funktioniert es?

Unternehmen müssen im Rahmen der Umsetzung der freiwilligen Initiative eine interne Streitbeilegungsstelle einrichten. Für Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern und einem Umsatz bis zu 50 Millionen Euro steht ein vereinfachtes Verfahren zur Verfügung.

Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern sind von allen Verpflichtungen befreit und müssen lediglich Mitglied der Initiative werden!

Die Geschäftspartner als Mitglieder der Initiative können die Streitbeilegungsstelle jederzeit kontaktieren, wenn der Eindruck besteht, dass der Geschäftspartner sich nicht gemäß den Grundsätzen für faire Geschäftspraktiken verhält.

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Werden auch Sie Mitglied!

Im Rahmen der Dialogplattform der Supply Chain Initiative können Sie sich jederzeit an Ihren nationalen Verband wenden. Eine Liste der Verbände, die an der deutschen Dialogplattform teilnehmen, finden Sie hier.


Die freiwillige Initiative bietet verschiedene Streitbeilegungsmöglichkeiten:

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Bilateraler Dialog

Betroffene Unternehmen setzen sich mit dem zuständigen Streitschlichtungsmanager der anderen Partei in Verbindung, um eine Lösung durch konstruktiven, bilateralen Dialog herbeizuführen.

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Dialogplattform

Oder sie wählen den Weg über die in mehreren Mitgliedsstaaten bereits existierenden nationalen Dialogplattformen, die jeweils konkrete Mechanismen zur Moderation der Streitschlichtung zur Verfügung stellen. Diese Plattformen haben unterschiedliche Strukturen und werden zum Teil von den nationalen Verbänden, welche die Akteure der Lebensmittellieferkette repräsentieren, betreut. Die deutsche Dialogplattform befasst sich mit der konkreten Um- und Durchsetzung der Supply Chain Initiative auf nationaler Ebene.

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Unabhängiger Dritter

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, für beide Parteien sich an einen unabhängigen Dritten zu wenden, damit der Konflikt unverbindlich über eine Mediation oder verbindlich durch die Entscheidung eines Schiedsgerichts beigelt wird. Diese Option kann jedoch nur dann angewendet werden, wenn beide Parteien damit einverstanden sind.


Allgemeine Grundsätze

In den Grundsätzen für vorbildliche Verfahren sind Rahmenbedingungen für Handelsgeschäfte festgelegt, die vertragliche Freiheit, Wettbewerbsfähigkeit, Vertrauen und Stabilität als Voraussetzung für Wirtschaftsentwicklung, Innovation und die drei Säulen für ökonomische, soziale und ökologische Nachhaltigkeit sicherstellen. Im Januar 2013 einigten die Beteiligten sich auf ein Rahmenkonzept zur Anwendung der Prinzipien. 

Die drei allgemeinen Grundsätze für vorbildliche Verfahren sind:

Verbraucher
Vertragsparteien sollen in ihren B2B-Beziehungen stets die Verbraucherinteressen und die Nachhaltigkeit der Versorgungskette berücksichtigen – und für die maximale Wirksamkeit und die Optimierung der Ressourcen bei der Warenverteilung in der gesamten Versorgungskette sorgen.

Vertragsfreiheit
Die Vertragsparteien sind unabhängige Wirtschaftseinheiten, die das Recht des Anderen achten, eine eigene Strategie und Managementpolitik zu entwickeln sowie frei und unabhängig über die Teilnahme an Vereinbarungen zu entscheiden.

Fairness
Die Vertragsparteien sollen verantwortungsbewusst, redlich und mit beruflicher Sorgfalt miteinander umgehen. 

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Alle Prinzipien kurz zusammengefasst:

  • Vereinbarungen sollen schriftlich getroffen werden.
  • Keine einseitigen Vertragsänderungen.
  • Abkommen müssen eingehalten werden.
  • Vertragliche Informationen müssen vertraulich behandelt werden.
  • Alle Vertragsparteien tragen ihr eigenes unternehmerisches Risiko und verhalten sich fair gegenüber ihren Geschäftspartnern.

METRO wirbt um Ihr Vertrauen!

Die Initiative richtet sich an große und insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) entlang der europäischen Lebensmittelwertschöpfungskette wie bspw. Landwirte, Hersteller, Großhändler und Händler. Die Registrierung erfolgt durch die Ausfüllung eines Standardformulars auf der Website der Supply Chain Initiative: www.supplychaininitiative.eu

Die Registrierung muss von mindestens einem Mitglied der Geschäftsführung vorgenommen werden, das befugt ist, für das gesamte Unternehmen in der EU, einschließlich aller Tochtergesellschaften in der EU, Verpflichtungen einzugehen.

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Vereinfachtes Verfahren für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU)

KMUs profitieren von vereinfachten Verfahren für ihre Teilnahme an der Initiative, z. B. einem angepassten Tool für die Selbstevaluation und Zugang zu einem online Trainingsprogramm, um die Grundsätze der Initiative vollständig in ihre Unternehmen zu integrieren. Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern sind von allen Verpflichtungen befreit und müssen nur Mitglied der Initiative werden!

Durch die Registrierung bestätigen Unternehmen, dass sie:

  • die erforderlichen Maßnahmen ergriffen haben, um die Grundsätze für vorbildliche Verfahren in vertikalen Beziehungen der Lebensmittellieferkette einzuhalten,
  • eine Selbstbewertung durchgeführt haben,
  • bereit sind, Streitigkeiten mit Bezug auf die Anwendung dieser Grundsätze durch die definierten Verfahren beizulegen,
  • Schulungen einrichten bzw. anpassen, um die Einhaltung der Grundsätze zu gewährleisten,
  • einverstanden sind, dass geschäftliche Vergeltungsmaßnahmen eine Verletzung der Grundsätze und Verpflichtungen sind, ihre Geschäftspartner über ihre Teilnahme an der Initiative informieren und
  • einen Ansprechpartner für Streitbeilegung sowie andere Folgemaßnahmen benannt haben.


Weitere Einzelheiten dazu finden Sie hier


Supply Chain Initiative

MCCD hat sich, wie alle anderen Mitglieder der Metro Group, seit Dezember 2013 vertraglich der „Supply Chain Initiative“ angeschlossen. Mit dieser Selbstverpflichtung will MCCD einen fairen und transparenten Umgang von Händlern und Lieferanten in der europäischen Lebensmittelversorgungskette sicherstellen. In der Supply Chain Initiative finden sich u.a. Grundsätze zu „Vertragsfreiheit, Fairness und Vertraulichkeit“ durch die zukünftig unlautere Geschäftspraktiken europaweit im Bereich der Lebensmittelversorgung unterbunden werden sollen. In der Rechtsabteilung wird dieser Themenbereich von Frau Traupel betreut. Nähere Details zu den Vorgaben der Supply Chain Initiative finden sich hier.

Kontakt:

Regina Traupel
Tel.: +492119692906
regina.traupel@metro-cc.de