Aperitifs und Häppchen sind in südlichen Ländern längst fester Teil der Esskultur.

Aperitif und Häppchen - mit Kleinigkeiten großen Genuss schaffen

Ob mit einem Martini, Gin, Sekt oder leichten Rosé und dazu knusprige Grissini und Oliven – vor dem Essen gemeinsam einen Aperitif zu genießen, ist mittlerweile auch in Deutschland ein beliebter Brauch. Meist dient der kleine Genuss dazu, auf den großen vorzubereiten oder die Zeit, bis auch der letzte Gast eingetroffen ist, zu versüßen. Dabei ist es wichtig, keine zu reichhaltigen Cocktails oder schweren Getränke mit Milch oder Sahne zu wählen, da sonst das Risiko besteht, dass die Gäste schon vor der eigentlichen Vorspeise satt sind. Im Norden Italiens gehört der Aperitif zum Alltag zahlreicher Menschen, die sich dazu nach Feierabend in Lokalen und Restaurants treffen. Da immer mehr Menschen arbeiten, ist der Aperitif von der heimischen Küche in die Restaurants umgezogen.

Aperitifs sollten mit den passenden Speisen und Snacks serviert werden.

 

Italien: Die Wiege der Aperitif-Kultur

Der Aperitif, beziehungsweise die hinter dem Wort ‚Aperitif’ stehende Esskultur, ist tief in der romanischen Kochtradition verwurzelt. Die Herkunft des Aperitif-Brauchs lässt sich nicht genau nachgewiesen, wahrscheinlich stammt er jedoch aus der italienischen Metropole Mailand. Andere Vermutungen gehen von einem Ursprung im alten Ägypten aus. Heute wird der Aperitif besonders stark in den südlicheren Ländern Europas zelebriert. In Italien beispielsweise als ‚Aperitivo’ und in Spanien als ‚Tapeo’ – was von Tapas abgeleitet ist. Diese Esskultur ist ebenfalls in Ländern wie Griechenland, der Türkei oder in arabischen Gebieten verbreitet. Allerdings liegt dort der Schwerpunkt eher auf den Häppchen vor dem eigentlichen Essen und weniger auf den Getränken.