Restaurant eröffnen - Tipps für angehende Gastronomen

In fünf Schritten ein Restaurant eröffnen – Tipps und wichtige Facts

Wer heute mit einem Restaurant in der Gastronomie Fuß fassen will, muss gut vorbereitet sein. Neben der Organisation und gutem Marketing muss noch einiges bedacht werden. Damit das Gründen von Unternehmen nicht von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist, sondern auf einer guten Basis durchstarten kann, hier ein paar Tipps. Mit den folgenden fünf Schritten ist der Weg zum erfolgreichen Restaurant geebnet.

Ein Restaurant zu eröffnen, erfordert nicht nur sorgfältiges Planen, sondern auch Risikobereitschaft.

1. Am Anfang steht die Idee für das Unternehmen


Ganz am Anfang des Projekts steht quasi das Wichtigste: die Idee. Ein Restaurant zu eröffnen, das es in solcher Form schon wie Sand am Meer gibt, ist kein Erfolgsgarant. Es kann eher das Gegenteil bewirken und wegen des Überangebots scheitern. Es wünscht sich ja wahrscheinlich auch keiner die hundertste Systemgastronomie für italienisches Essen. Deswegen braucht es ein Konzept, das sich von den anderen unterscheidet ¬– ein Alleinstellungsmerkmal ist nötig. Eine kleine Wettbewerbsanalyse ist hilfreich und verschafft einen Überblick über den Markt und potentielle Lücken, die Chancen bieten. Auf die zündende Idee folgt das Konzept. Dafür müssen einige Dinge im Vorfeld bedacht werden. Die Art des Lokals entscheidet auch über die Produktauswahl. Wenn ein kreativeres Restaurant geplant ist, eignet sich deutsche Hausmannskost nicht wirklich. Nach der Ausrichtung des Betriebs richtet sich auch der Standort. Je nachdem, ob es eleganter oder urbaner sein soll, sind Stadtteile mit passendem Flair nötig.

2. Mit dem Businessplan die Helfer überzeugen


Selbst wenn das grobe Konzept schon steht, ist die Planungsphase noch nicht abgeschlossen. Da eine Selbstständigkeit in der Gastronomie in der Regel mit enorm hohen Kosten einhergeht, führt an einer sicheren Finanzierung kein Weg vorbei. Zu Beginn – wenn die Einrichtung und der Grundbestand an Lebensmitteln und Arbeitsutensilien für das Restaurant besorgt werden müssen – sind hohe Rechnungen zu begleichen, obwohl noch kein Einkommen vorhanden ist. Wer nicht über genügend finanzielle Mittel verfügt, muss üblicherweise Banken um einen Kredit bitten. Da Banken jedoch nicht ohne Sicherheiten Geld zur Verfügung stellen, muss ein durchdachter Businessplan konzipiert werden. Der Plan dient dazu, Banken von der eigenen Idee zu überzeugen, indem er klar und informativ das Konzept schildert und Angaben zur eigenen Person und das Vorgehen in den nächsten Jahren macht. Wie ein solcher Businessplan erstellt wird und welche Informationen er enthalten soll, ist im Beitrag zur Erstellung eines Businessplans für die Gastronomie nachzulesen.

3. Im Vorfeld: Das richtige Know-how sammeln

Angehende Gastronomen, die nicht aus der Branche stammen und auch keine anderweitigen kaufmännischen Erfahrungen haben, sollten sich nicht blauäugig auf das Abenteuer Selbstständigkeit in der Gastronomie einlassen. Um sich im Business behaupten zu können, sind zumindest Grundkenntnisse Voraussetzung. Um bestmöglich vorbereitet zu sein, bieten sich Schulungen und Kurse zum Thema an. Einige Hygieneschulungen sind ohnehin vorgeschrieben – dazu gibt es in den Beiträgen zu Hygieneschulungen und Hygienevorschriften mehr. Aber auch einige freiwillige Kurse über die Grundlagen der Gastronomie sind wichtig, um am Ende nicht Zeit und Geld wegen etwaiger Wissenslücken zu verschwenden.

Die Wahl des passenden Ladenlokal ist von großer Bedeutung, wenn man ein Restaurant eröffnen möchte.



4. Personalplanung braucht Zeit


Da die wenigsten Restaurants im Alleingang am Laufen gehalten werden können, ist auch die richtige Personalplanung das A und O. Die Suche nach den geeigneten Mitarbeitern sollte nicht erst eine Woche vor Eröffnung stattfinden. Am besten ist, ausreichend Zeit einzuplanen, genügend Bewerbungsgespräche zu führen und auch etwas genauer zu schauen, ob es passt oder nicht. Probearbeiten sind vor der Eröffnung ja nicht möglich. Sobald das Team steht und die Eröffnung des Restaurants in unmittelbare Nähe rückt, sind auch einige Tage zum Vertraut machen mit dem Lokal und den Maschinen sinnvoll – eine Generalprobe sozusagen. Ein Testlauf, am besten nur mit geladenen Gästen, kann mögliche Fehler aufzeigen. Weitere Tipps zur Personalplanung gibt es in unserem Beitrag zum Thema Personalplanung.

Restaurant eröffnen: Gastronomen sollten sorgfältig planen.

5. Marketing-Maßnahmen nicht vergessen


Die Gastronomiebranche gilt zu Recht nicht als Selbstläufer. Die Gäste werden den Neuwirten ohne entsprechende Werbemaßnahmen vermutlich nicht in Scharen die Türen einrennen. Außer sie wissen, dass das neue Restaurant existiert – und genau deswegen ist gutes Marketing so wichtig. Noch bevor sich die Pforten des Lokals das erste Mal öffnen, sollte ein Plan mit Marketingmaßnahmen stehen. Wie macht ein neues Restaurant auf sich aufmerksam – und was sind die geeigneten Kanäle? Radiowerbung, Zeitungsannoncen oder ganz klassisch Flyer? – Diese Fragen müssen zuvor geklärt werden, bevor es kreativ werden darf. Das Personal bei der Ideenfindung miteinzubeziehen, ist sehr sinnvoll, da so mehr Perspektiven einfließen. So steht dem Erfolg zumindest organisatorisch nichts mehr im Weg.

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