Mini-Burger, Tapas und herzhafte Waffeln sind eine gute Alternative zu Salzstangen und Nüssen.

5 Ideen fürs Bar-Food: Burger-Sliders, Regio-Tapas, Tasting-Trays, Flights und mehr

Immer nur Salzstangen und Nüsschen zum Cocktail an der Bar? Da ist viel mehr drin: Mit kreativen Kombinationen aus Drink und Food peppen Gastronomen ihr Bar-Food-Angebot auf. Und kurbeln durch den Speisenverkauf ihren Umsatz an. Wir haben 5 herzhafte Tipps zusammengestellt.

1. Burger-Sliders


Es kommt nicht selten vor, dass ein Gast an der Bar ein kleines „Appetitchen“ verspürt und gerne einen kleinen Snack zum Drink genießen möchte. Dann bieten sich Burger-Sliders an: Das sind sozusagen Mini-Burger, deren Basis ein kleines Brötchen ist, zwischen das dann wie beim Burger ein Rindfleisch-Patty oder eine vegetarische Alternative kommt, plus Käse, plus Salat, plus Tomate, plus Sauce und so weiter. Auch die in klassischen Kneipen oft erhältliche Frikadelle lässt sich in dieser Form zum hippen Burger aufpeppen – oder das Wiener Würstchen, das zum „Hotdog Slider“ wird. Burger-Sliders lassen sich gut vorbereiten und à la minute für den Gast erwärmen, das Brötchen lassen sich recht einfach selbst backen oder natürlich fertig kaufen, sodass auch Bars, die keine Zubereitungsküche haben, sie anbieten können. 

2. Sandwich-Sliders und Waffel-Sliders


Eine Alternative zum Mini-Burger ist ein Sandwich-Slider. Im Prinzip ist es die kleine Variante des klassischen Club Sandwich: Getoastetes Weiß- oder Vollkornbrot, zwischen das zum Beispiel Hähnchenbrustfilet oder Kochschinken, Salat, Tomaten, Gemüse und andere Leckereien kommen – schräg halbiert und mit einem Spießchen fixiert. In Mini-Version sind sie eine perfekte, leicht sättigende, aber nicht füllende Begleitung zum Drink – ebenso wie die Waffel-Sliders, bei denen statt des Toastbrots Waffeln aus dem Waffeleisen (für dicke belgische Waffeln) verwendet werden. Nicht nur ein optisches Erlebnis: Die Kombination zwischen süßlichem Teig und herzhafter Füllung ist verführerisch.

Herzhafte Waffeln als Mini-Mahlzeit sind ein echtes Highlight.

3. Regionale Tapas


Auch das Trend-Thema Regionalität lässt sich in Bar-Food-Form gut aufgreifen, nämlich in Form von Tapas mit regionalem Bezug. So kann eine norddeutsche Gastronomie typische Happen wie ein Schwarzbrot mit Hering und Dill anbieten, im Süden böten sich Mini-Weißwürste oder kleine Serviettenknödel an. Im Prinzip kann jede regionale Traditionsspeise einer Region in kleiner Form als Bar-Food dargereicht werden – das ist für Einheimische ebenso wie für Gäste von auswärts attraktiv. Eine Alternative stellen die Mezze dar, die Tapas aus dem östlichen Mittelmeer-Raum, bei denen es besonders viele vegetarische Ausführungen gibt. Wegen ihrer oft sehr ausgeprägten Aromatik sind sie ein besonders schöner Drink-Begleiter.

4. Food-Pairing zum Tasting-Tray


Vor allem in Craft-Bier-Bars sieht man immer häufiger so genannte Tasting-Trays: Drei, vier oder fünf unterschiedliche Biere in kleinen Größen wie 0,2l oder 0,25l, die meist von mild bis stark aromatisch hintereinander verkostet werden. Für eine solche „Session“, wie es Craft-Bier-Trinker nennen, empfiehlt sich ebenfalls ein wenig begleitendes, stärkendes Food – und ganz besonders spannend wird es, wenn die Happen geschmacklich mit den Drinks korrespondieren, sie unterstreichen oder ergänzen. Zu einem fruchtigen IPA passt zum Beispiel ein pikanter Happen mit viel Würze, ein Porter und ein schokoladiges Dessert – etwa ein saftiger Brownie – funktionieren auch gut zusammen. Hier gibt es viele spannende Pairing-Möglichkeiten. Ein sehr schönes Barfood zum Bier sind geschmacklich korrespondierende Käsesorten, mit oder ohne Brot ergeben sie ein schönes Käse-Bier-Pairing.

Mini-Mahlzeiten sind der neue Food-Trend an der Bar.

5. Food-Pairing zu Spirituosen- oder Cocktail-Flights


Eine weitere spannende Möglichkeit, an der Bar Drinks und Food miteinander zu kombinieren, stellen die so genannten Flights dar: Darunter versteht man, ähnlich wie bei den Trays, eine Verkostungseinheit aus mehreren Spirituosen oder auch Drinks (meist in kleiner Probier-Ausführung). Zum Beispiel: drei verschiedene schottische Whiskys von geradlinig-malzig über fruchtig bis torfig. Oder drei verschiedene Gin-Tonic-Kreationen mit je einem anderen Gin und einem anderen Tonic. Allein so etwas anzubieten, ist für den Gast schon eine sehr reizvolle Sache. Und auch diese hochprozentigen „Sessions“ lassen sich mit herzhaftem Barfood – als nahrhafte Basis und als aromatisches Zusatzerlebnis – gut begleiten. Zum Beispiel mit kleinen Broten, deren unterschiedliche Beläge die Geschmacksnoten der Spirituosen aufgreifen – etwa ein Wacholder-Brotaufstrich zum Gin oder – als konstratierendes Pairing – ein salziges Stück Fisch wie ein Matjes zum süßlichen Whisky.

Ausblick: Der Trend geht zur „Mini-Mahlzeit“


Barfood, wie wir es hier vorgestellt haben, ist Teil einer neuen Snack-Kultur, die auch als „Mini-Mahlzeit“ oder „Mima“ bezeichnet wird. Sie ersetzen in einer immer mobileren Lebenswelt die klassischen Mahlzeiten ebenso wie die süß-salzigen Snacks (Schokoriegel, Chips und Co.). Modernes Barfood ist in diesem Sinne ebenfalls eine solche „Mini-Mahlzeit“, nämlich die zum Schluss eines Tages.

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