Algen finden zunehmend auch außerhalb der asiatischen Küche Verwendung.

Algen – das asiatische Superfood ist auf dem Vormarsch

Was lange nur Tradition in den Küchen Asiens oder einzelner Küstenvölker wie den Walisern war, ist nun langsam aber sicher auch in den USA und Europa auf dem Vormarsch: Algen auf dem Teller.
Mit dem Begriff „Algen“ wird die Gesamtheit der beinahe 500.000 verschiedenen Algenarten bezeichnet. Obwohl sie offiziell zu den Pflanzen zählen, versuchen Forscher eine eigene Kategorisierung für sie zu finden. Bislang war das aber aufgrund der zahlreichen Arten mit teilweise deutlichen Unterschieden nicht möglich. Algen zählen zu den eukaryotischen Lebewesen, deren Zellen einen Kern besitzen und zu denen auch der Rest der Pflanzenwelt und die Tiere zählen.
Es ist bisher nur ein Bruchteil der Algenarten essbar. Zunächst muss zwischen Makro- und Mikroalgen unterschieden werden – Makroalgen landen üblicherweise auch auf unseren Tellern. In Europa sind vor allem die Sorten Kombu, Wakama und Nori bekannt. Wer aber glaubt, die Verwendung der Pflanzen beschränke sich auf die Zubereitung von Sushi und habe keinen Platz auf Speisekarten außerhalb asiatischer Restaurants, liegt klar daneben.

Ob als Salat oder als Pesto - Algen lassen sich vielfältig zubereiten.

 

Jahrtausende alte Tradition in Asien

Gerade in der japanischen Küche spielen Algen eine sehr große Rolle. Die Braunalgensorten Kombu, Arame und Hiijiki sind dort sehr beliebt und werden zu unterschiedlichsten Rezepten verarbeitet. Sie landen beispielsweise gekocht, eingelegt oder frittiert auf dem Tisch. Obwohl in Deutschland Algen hauptsächlich durch Sushi bekannt sind, zählen die Pflanzen in Japan schon lange als Grundnahrungsmittel und Basis für zahlreiche verschiedene Eintöpfe, Salate sowie Suppen und Eintöpfe. Für Sushi wird die Sorte Nori verwendet. Getrocknet schmecken Algen jedoch auch als Snack zwischendurch oder zerrieben als Gewürz. Obwohl sie in der japanischen Küche selbstverständlich sind, stammt die Tradition Algen zu essen ursprünglich aus China. Dort werden sie bereits seit 2.500 Jahren vor Christus als Speisen zubereitet.

 

Algen: Viele Sorten, viele Möglichkeiten

Es gibt zahlreiche Algenarten mit den verschiedensten Aromen, Farben und Konsistenzen. Von fast schwarzen bis neongrünen, süßlichen Sorten über Algen, die an den Geschmack von Anis erinnern, bis hin zu weichen oder knackigeren Sorten ist alles dabei. Dementsprechend sind auch die Zubereitungsmöglichkeiten sehr vielfältig. Bloß weil Algen bisher hauptsächlich in Japan und China verspeist wurden, bedeutet das nicht, dass sie sich nur für asiatische Gerichte eignen. Sie lassen sich auch in andere Küchenkulturen integrieren, beispielsweise in die italienische. Algen schmecken gemeinsam mit weiteren Kräutern hervorragend als Pesto, das zu Fisch und Fleisch gereicht werden kann. Auch in klassische Nudel- und Reisrezepte passen sie gut. Algen können Teigwaren oder Omeletts das gewisse Extra verleihen. Natürlich eignen sie sich auch bestens für Salat.

Algen können gekocht oder auch frittiert verwendet werden.

 

Besser kontrollierte Algen auf dem Teller


Algen sind nicht bloß ein Food-Trend, sondern können sich sehr positiv auf die Gesundheit auswirken. Sie sind kalorienarm, reich an Proteinen und Mineralstoffen. Je nach Sorte enthalten sie auch die Vitamine A, B, K und das Vitamin B 12. Gerade letzteres macht Algen besonders attraktiv für Vegetarier und Veganer. Doch Vorsicht: Trotz der vielen wertvollen Nährstoffe ist es möglich, dass sich Algen auch negativ auf die Gesundheit auswirken. In zahlreichen Algen ist die Jodkonzentration so hoch, dass regelmäßiger Verzehr schädlich sein kann. Insbesondere Personen mit Schilddrüsenproblemen sollten hier besonders  achtsam sein. Ebenso bedenklich sind Schadstoffe im Meer, die Algen wie ein Schwamm aufnehmen und speichern. In Proben konnten bei zahlreichen Exemplaren Blei und andere giftige Stoffe festgestellt werden. Der Algenkonsum sollte sich deshalb auf Produkte aus kontrolliertem Anbau mit exakten Jodgehalt-Angaben beschränken. Bestimmte Algenarten können bei einer ausgewogenen Ernährung allerdings hilfreich sein. Die Mikroalge Chlorella wird in der Alternativmedizin auch zur Schwermetallausleitung eingesetzt. Außer der Chlorella wird auch die Gattung Spirulina in Pulverform angeboten und soll die Ernährung mit Nährstoffen ergänzen. Die Wirksamkeit beider Sorten ist allerdings strittig, da ihr Nährwertgehalt gering ist.

 

Unterwegs, aber noch nicht angekommen

Nachdem bisher fast ausschließlich asiatische Restaurants Algen auf der Karte gehabt haben, wagen sich jetzt immer mehr Lokale an den neuen Food-Trend. Insbesondere vegane Restaurants bieten Algengerichte an. Da der Meersalat immer bekannter und beliebter wird, könnte der kulinarische Durchbruch der Algen in Europa unmittelbar bevorstehen.

Nicht nur für Sushi lassen sich Algen verwenden.

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