Blended Burger - Nahaufnahme von Burgern auf einem Holztablett

Blended Burger – der neue Foodtrend?

Burger-Pattys lassen sich aus vielen Zutaten herstellen, vom klassischen Rinderhack bis zu pflanzlichen Produkten wie Kichererbsen, Tofu, Pilzen oder Gemüse. Der neueste Food-Trend sind „blended burger“, ein Mix aus Fleisch und pflanzlichen Zutaten. Warum das auch für die hiesige Gastronomie spannend ist und wie man solche gemixten Pattys erfolgreich verkauft: unser Frage-Antwort-Feature!  
 

Was sind „blended burger“ genau?  

 Wie im Intro bereits erwähnt, handelt es sich hierbei um Burger-Pattys, die weder zu 100% aus Fleisch noch zu 100% aus pflanzlichen Inhaltsstoffen bestehen, sondern in einem bestimmten Verhältnis vermischt werden. Zum Beispiel drei Viertel Fleischanteil und ein Viertel Pflanzenanteil, zwei Drittel zu ein Drittel oder eventuell sogar 50:50.

Rohe Blended Burger aus Gemüse und Fleisch umgeben von rohem Gemüse

Woher kommt die Idee?  

 Einmal mehr kommt auch dieser Food-Trend, wie bereits die rein pflanzlich erzeugten Beyond Burger, aus den USA: Hier haben sich einige Restaurants sogar schon zu einer Initiative namens „Blended Burger Project“ zusammen geschlossen, um die Idee im Lande noch bekannter zu machen und weitere Betriebe zum Mitmachen zu ermuntern.  
 

Was ist das Ziel des Projekts?  

 Bekanntermaßen ist der weltweite Fleischkonsum viel zu hoch und hat diverse negative Auswirkungen (Umwelt/Klima, Gesundheit etc.). Gleichzeitig sind Burger aus Fleisch total beliebt und ein Umsatzbringer für Restaurants. Ein Dilemma? Nein, sagt diese Initiative: Um den Gästen die Lust am Burger- und Fleischessen nicht zu verderben, sondern dieses bewusst, verantwortungsvoll, aber auch mit viel Genuss zu tun, schlägt sie den Restaurants vor, ihre Pattys clever zu mixen und so den Fleischanteil im Gesamten zu senken – ohne dass irgendjemand auf Fleischgenuss verzichten muss, der dieses nicht möchte.   

Nahaufnahme von Blended Burgern mit Cherry Tomaten auf einem Holztablett 

Aber ist das nicht gemogelt?  

 Würde ein Restaurant heimlich, still und leise seine Pattys mit Nicht-Fleisch-Zutaten „strecken“, dann wäre dies Schummelei, klar. Aber welcher vernünftig mit seinen Gästen umgehende Betrieb würde das tun? So etwas spricht sich schnell herum und ist gemäß Deklarationspflicht ohnehin gar nicht erlaubt. Es muss klar und deutlich kommuniziert werden, dass es sich um einen gemixten Burger handelt. Nein, mehr noch:   
 
Damit ein „blended burger“ im Restaurant funktioniert, darf er nicht nach weniger aussehen oder schmecken, sondern: muss mindestens genauso lecker sein – oder besser – als die 100% Fleischversion!   
 

Gut, aber wie soll das gehen?  

 Jetzt geht es um das Wesentliche – den guten Geschmack! Statt das Patty nur mit einer pflanzlichen Zutat zu verlängern, muss es einen geschmacklichen Mehrwert für den Gast erzeugen, damit es nicht nur aus Neugier einmal probiert wird, sondern sich dauerhaft als Alternative etablieren kann.  

Pflanzliche Zutaten eignen sich für diesen Mehrwert ideal, denn sie ergänzen das gebratene Patty um Aromen und andere Eigenschaften, über die Fleisch selbst nicht verfügt. Zum Beispiel wäre da der besondere, herzhafte Umami-Geschmack von Pilzen, die sich gut für pflanzliche Burger verwenden lassen. Oder die gute Textur, für die zum Beispiel Hülsenfrüchte sorgen. Auch Hirse oder Kräuterseitlinge eignen sich gut für Pattys. Mit dem positiven Nebeneffekt, dass sie ein gesundes Extra an Ballaststoffen, Nährstoffen, Vitaminen und Spurenelementen mitliefern!     

Zwei lachende Männer bei der Zubereitung von Blended Burgern

Probieren geht bekanntlich über studieren: Deshalb haben wir zusammen mit Sebastian Schinköthe und Joschua Emmerich vom Karl’s Restaurant in Düsseldorf, das für seine spannenden Food-Kreationen über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist, den Praxistest gewagt: Wie lässt sich aus Fleisch und pflanzlichen Zutaten ein leckerer „blended burger“ herstellen? Worauf muss man dabei achten? Und überzeugt das Ergebnis die Gastronomen? Seht selbst:

 

 

Und wie überzeuge ich meine Gäste davon?  

 An erste Stelle in der Beschreibung auf der Karte, im Gespräch mit dem Gast und in der Social-Media-Kommunikation jedoch sollte man setzen, dass der hausgemachte „blended burger“ richtig lecker schmeckt. Mindestens so gut wie der rein fleischhaltige Burger. Das ungewöhnliche Produkt sollte neugierig machen – und dann natürlich so gut sein, dass es gerne wieder bestellt wird.  
Dass der reduzierte Fleischanteil im Patty besser für die Umwelt und bekömmlicher bzw. gesünder ist, lässt sich gut mit „Priorität 2“ kommunizieren – es ist ein zusätzlicher Pluspunkt. Dass viele Konsumenten bzw. Gäste mittlerweile eine „flexitarische“ (man könnte auch sagen: „blenditarische“) Ernährungsweise pflegen, nicht nur weil sie auf die Umwelt, sondern auch weil sie auf ihre Gesundheit achten, kommt der „blended burger“-Idee entgegen.  

Fertige Blended Burger mit Gewürzen und Rosmarin
 

Und wenn es jemandem doch nicht schmeckt?  

Wir schlagen vor, den „blended burger“ als Ergänzung und nicht als Ersatz einzuführen. Wem es doch nicht mundet, kehrt einfach zur klassischen Version zurück. Die muss ja nicht von der Karte verschwinden! Und vielleicht gibt es ja dann ja in dem einen oder anderen (Burger-)Restaurant sogar drei Versionen – mit Fleisch, ohne und gemixt!


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